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Deutscher Industrie- und Handelskammertag rechnet 2014 mit Rückgang der Russlandexporte um 20 Prozent

Archivmeldung vom 17.12.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.12.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Der Deutsche Industrie-und Handelskammertag (DIHK) rechnet für 2014 mit einem Rückgang der deutschen Exporte nach Russland um 20 Prozent. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung"erklärte Außenwirtschaftschef Volker Treier, deutsche Unternehmen litten unter der "dramatisch sinkenden Kaufkraft" der Russen. Dazu trübten sich die Geschäftsaussichten in Russland im nächsten Jahr weiter ein. Investitionen gingen weiter zurück, betonte Treier.

"Deutsche Autofabriken sind bereits seit einigen Wochen auf Kurzarbeit geschaltet oder entlassen Mitarbeiter", beschrieb er die Situation. Die Sanktionen gegen Russland wirkten als Katalysator dieser Entwicklung, die sich allerdings bereits zuvor abgezeichnet hätte. Noch steigen nach seinen Angaben vor allem bei Konsum- und Gebrauchsgütern die Umsätze, weil russische Bürger ihr Geld noch ausgäben, bevor es weiter an Wert verliere. "Diese Entwicklung wird jedoch befristet sein, bis Ersparnisse aufgebraucht sind", warnte Treier. Zudem sänken die Erlöse deutscher Firmen in Russland, weil sie umgerechnet in Euro nur noch die Hälfte dessen wert seien, was sie vor Jahresfrist einbrachten. Mit Blick auf die wirtschaftliche Stabilität Russlands warnte der DIHK davor, dass das Land zunehmend seine Reserven verbrauche. Devisen würden nicht in dem Maße ins Land zurück fließen wie in der Vergangenheit. Auch zur Finanzierung des Haushalts sei wegen des Preisrutsches bei Erdöl ein Rückgriff auf die Reserven nötig.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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