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Abschottung von General Motors wird verhandelt

Archivmeldung vom 20.02.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.02.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Oliver Randak

Um die deutsche Automarke Opel zu retten, gibt es derzeit gleich drei Ideen. Die reichen von einer Abspaltung vom amerikanischen Mutterkonzern, über eine Zusammenarbeit mit deutschen Autoherstellern bis hin zur Fusion mit Saab.

General Motors (GM) will keine Opel-Werke schließen. Dafür verhandelt die deutsche Konzerntochter nun offenbar über eine Abschottung vom amerikanischen Konzern - zumindest teilweise. Das ließ der Betriebsrat des Werkes in Eisenach gestern gegenüber der Thüringer Allgemeinen verlauten. Eine vollständige Loslösung von dem Krisenkonzern sei aber nicht möglich, weil beide Firmen zu stark miteinander verflochten seien.

Die Abschottung soll dem deutschen Steuerzahler die Angst nehmen, dass mit staatlichen Hilfen nicht die Werke hierzulande, sondern der Mutterkonzern in den USA unterstützt werde, zitiert die Thüringer Allgemeine Betriebsratschef Harald Lieske, der eine Minderheitsbeteiligung an GM für sinnvoll hält.

Unterdessen forderte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt, die deutschen Automobilhersteller sollten eine Kooperation mit oder eine Übernahme von Opel anstreben und dafür entsprechende Konzepte vorlegen. Dies sei eine Chance «sich mit Opel im besonders zukunftsträchtigen Segment der Klein- und Mittelklassewagen breiter aufzustellen», sagte Dobrindt gegenüber Bild.

Für den Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft, Willi Diez, kommen deutsche Autohersteller nicht als strategischer Partner für Opel in Frage. Volkswagen baue zwar von 2012 an die Kleinwagen-Familie «up» und könnte sich daher für eine Fertigung im Opel-Werk Eisenach interessieren, sagte Diez der Zeitung. Dennoch sei die Wahrscheinlichkeit gering, dass ausgerechnet VW den Erzrivalen auf dem Inlandsmarkt unterstützen würde. Das gleiche gelte für Mercedes und BMW, die bereits gemeinsam Hybridmotoren entwickeln und beim Einkauf kooperieren wollen.

Doch es könnte auch noch eine andere Lösung geben. Offenbar gibt es Verhandlungen mit der schwedischen GM-Tochter Saab. Der Hersteller, der keine staatliche Unterstützung erwarten darf, ist scheinbar daran interessiert, mit Opel zu fusionieren - ohne die Konzernmutter. Das berichtet die Stockholmer Zeitung Expressen.

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