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Personal im öffentlichen Dienst 2015 rückläufig - Zuwachs bei Kitas

Archivmeldung vom 23.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Behördenschild des StatistischesnBundesamtes. Bild: Kandschwar / wikipedia.org
Behördenschild des StatistischesnBundesamtes. Bild: Kandschwar / wikipedia.org

Weniger Beschäftigte bei Bund, Ländern und Sozialversicherung führten bis Mitte 2015 insgesamt zu einem Personalrückgang im öffentlichen Dienst. Er wurde nur durch einen starken Personalanstieg bei kommunalen Tageseinrichtungen für Kinder gebremst. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des "Tages der Vereinten Nationen für den öffentlichen Dienst" am 23. Juni mitteilt, waren am 30. Juni 2015 rund 4,65 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst tätig und damit 7 000 oder 0,2 % weniger als ein Jahr zuvor.

Auf Bundesebene kam es 2015 im Vergleich zum Vorjahr zu einem Personalrückgang um rund 7 100 Personen (- 1,4 %) auf rund 489 400 Beschäftigte. Dies lag vor allem an Personaleinsparungen beim Verteidigungsressort und am Rückgang des Bestandes an Beamten und Beamtinnen der ehemaligen Deutschen Bundesbahn. Im Landesbereich nahm das Personal um 9 600 (- 0,4 %) auf 2 346 900 Beschäftigte ab, was hauptsächlich durch einen Personalabbau im Schulbereich bedingt war. Die Zahl der Beschäftigten bei der Polizei blieb stabil bei 311 000 (+ 100 Personen oder + 0,0 %). Bei der Sozialversicherung kam es im Vergleich zum Vorjahr zu einer Verringerung der Zahl der Beschäftigten um 1 800 (- 0,5 %) auf 369 600 Personen.

Einzig im kommunalen Bereich des öffentlichen Dienstes stieg die Beschäftigtenzahl, und zwar um insgesamt 11 500 Personen (+ 0,8 %). Mit einem Plus von 5,2 % im Vergleich zum Vorjahr gab es beim Personal an kommunalen Kindertageseinrichtungen einen starken Zuwachs auf rund 197 000 Beschäftigte (+ 9 700 Personen). Seit Mitte 2008 ist die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich des öffentlichen Dienstes stark gestiegen (+ 44 %).

Von den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes insgesamt waren rund 36 % im Beamtenverhältnis oder als Richter/-innen und 60 % als Arbeitnehmer/-innen tätig. Berufs- und Zeitsoldaten/-innen stellten die restlichen 4 %. Diese Anteile sind in den verschiedenen staatlichen Ebenen sehr unterschiedlich verteilt: Im Landesbereich war mehr als jeder zweite Beschäftigte verbeamtet (54 %), da hier im personalstarken Schul- und Polizeidienst überwiegend Beamte tätig sind. Im kommunalen Bereich (13 %) und in der Sozialversicherung (9 %) lag der Anteil der Verbeamteten deutlich niedriger. Im Bundesbereich war etwas mehr als jede dritte Person verbeamtet (37 %) und ein vergleichbarer Anteil als Berufs- oder Zeitsoldat tätig (34 %).

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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