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Hickel befürchtet neue Spekulationsblase: "Die Zocker sitzen wieder an den Spieltischen"

Archivmeldung vom 09.12.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.12.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Michael Grabscheit / PIXELIO
Bild: Michael Grabscheit / PIXELIO

Der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel sieht die Wirtschaftskrise längst nicht beendet. Die nach oben korrigierten Wachstumsprognosen "haben überhaupt nichts zu tun mit einem sich selbst tragenden Aufschwung", zitiert die in Bielefeld erscheinende Neue Westfälische den Finanzexperten.

Das wieder wachsende Bruttoinlandsprodukt sei einzig Folge der weltweiten Konjunkturprogramme. Hickel betonte, für eine "Exit-Strategie ist es zu früh". Weder die Notenbanken noch die Bundesregierung dürften sich zurückziehen. "Wir brauchen weiterhin eine billige Zinspolitik für die Wirtschaft. Und wir müssen uns überlegen, ob wir nicht noch ein drittes Konjunkturprogramm brauchen."

Der Wissenschaftler befürchtet schon jetzt eine neue Spekulationsblase. "Das Spielcasino ist wieder geöffnet. Die Zocker sitzen wieder an den Spieltischen. Es sind nur weniger geworden", zitiert das Blatt den Bremer: Forderungsbedingte Wertpapiere, die Banken vor der Krise bis zu 40 mal verpackt hätten, seien inzwischen mit einem Gesamtvolumen von 70 Milliarden Euro umgepackt worden.   Obwohl die vorher wegen ihres hohen Ausfallrisikos schlecht bewerteten Wertpapiere dank neuer Verpackung ein besseres Rating bekommen hätten, "haben sie an Sicherheit nichts dazugewonnen".

Quelle: Neue Westfälische

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