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Verband: Schneechaos kostet Logistik-Branche Millionen

Archivmeldung vom 13.02.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.02.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Astrid Götze-Happe / pixelio.de
Bild: Astrid Götze-Happe / pixelio.de

Autobahnsperrungen, Fahrverbote, kilometerlanger Stillstand: Allein der Mega-Stau rund um Bielefeld aufgrund des Schneechaos könnte die Logistikbranche mehr als zwei Millionen Euro gekostet haben. Das sagte Dirk Engelhardt, Präsident des Bundesverbands Güterverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL), im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Zeitweise bildeten sich 70 Kilometer lange Fahrzeugkolonnen, die Autobahn war in beide Fahrtrichtungen gesperrt, nachdem sich Lastwagen im Schnee festgefahren hatten. "Bei 70 Kilometern stehen mehr als 3000 Lkw still. Ein Lkw kostet pro Tag Standzeit zwischen 500 und 800 Euro", rechnet Engelhardt vor.

Der Schaden der Branche, die mit durchschnittlichen Margen im niedrigen einstelligen Prozentbereich ohnehin nicht gut am Transportgeschäft verdiene, liege jedoch noch deutlich höher als zwei Millionen Euro, warnte Engelhardt. "Hinzu kommt der Ausfall all jener Fahrer, die aufgrund der Fahrverbote erst gar nicht losgefahren sind. Und auch die Folgekosten aufgrund verzögerter Lieferungen sind in der Rechnung nicht mit drin." Bundesweit seien täglich etwa 750 000 Lkw unterwegs, macht der BGL-Chef das Ausmaß deutlich und ergänzt: "Und der Stillstand hat je nach Region drei bis vier Tage gedauert."

Die Tatsache, dass viele Fahrer zig Stunden lang auf der Autobahn festsaßen, lässt eine Forderung des BGL wieder in den Vordergrund rücken: "Wir brauchen Fahrzeuge, die nicht nur mit Mikrowelle, Bett und Standheizung ausgestattet sind, sondern autark sind", sagte Engelhardt der NOZ. Entsprechende Technik für Dusche und Toilette gebe es bereits aus dem Caravan-Segment. "Allerdings müsste dazu bei gleichbleibender Ladefläche die Gesamtlänge des Lkw um einen Meter verlängert werden."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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