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Wirtschaft bemängelt Mindestlohn

Archivmeldung vom 15.12.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.12.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Rainer Aschenbrenner / pixelio.de
Bild: Rainer Aschenbrenner / pixelio.de

Große Teile der deutschen Wirtschaft sehen der Überwachungspraxis im Zusammenhang mit dem Mindestlohn-Gesetz mit Sorge entgegen. Viele Betriebe reagierten "geschockt" auf die neue Pflicht, die Arbeitszeiten für zusätzliche Beschäftigtengruppen zu erfassen und zu dokumentieren, sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer der "Welt am Sonntag". "Das Gesetz wird eine Bürokratie-Geißel gerade für kleinere Betriebe", so Wollseifer.

Auch die Bauindustrie übte scharfe Kritik. "Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel redet von Bürokratieabbau und Sozialministerin Nahles setzt neue Bürokratie-Monster in die Welt", sagte Michael Knipper, Chef des Hauptverbands der deutschen Bauindustrie.

Auch Spitzenorganisationen der Wirtschaft wie die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) kritisieren den zusätzlichen Zeit- und Kostenaufwand. Die Unternehmen müssen ab 2015 erstmals für mehrere Hunderttausend Beschäftigte die Arbeitszeiten detailliert erfassen und archivieren. 1.600 zusätzliche Beamte des Zolls sollen ab 1. Januar die Einhaltung der korrekten Lohnzahlung und die Einhaltung der neuen Dokumentationspflichten kontrollieren.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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