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Unicredit will Deutschland-Geschäft ausbauen

Archivmeldung vom 19.06.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.06.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Hypo-Haus im Arabellapark in München-Bogenhausen
Hypo-Haus im Arabellapark in München-Bogenhausen

Foto: Florian Adler
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die italienische Großbank Unicredit hat große Pläne für das deutsche Geschäft. Während das Geldhaus weltweit die Kosten zurückfährt, wollen die Italiener in Deutschland Geld in die Hand nehmen und in die Expansion der Tochter HVB investieren. Das deutsche Geschäft ist damit die große Ausnahme und bleibt vom Schrumpfkurs der Mailänder Bank verschont.

“Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung der HVB und wollen daher das Geschäft in anderen Teilen Deutschlands ausbauen”, kündigte der Vorsitzende des Unicredit-Verwaltungsrats, Giuseppe Vita, im Gespräch mit dem Wall Street Journal Deutschland an. Die HVB sei bereits in Bayern und Hamburg stark aufgestellt, sagte er. Nun sollen weitere Städte hinzukommen. An Zukäufe denkt Vita dabei nicht. “Bei großen Akquisitionen sage ich eher nein, als ja”, sagte er. “Das Wachstum soll in erster Linie organisch sein.”

Während die Mutter Unicredit immer noch mit den Folgen der Rezession in Italien kämpft, hat sich der mit Kostensenkungen und Stellenabbau verbundene Umbau der deutschen Tochter bereits in barer Münze ausgezahlt. Im ersten Quartal steuerte die ehemalige Hypo-Vereinsbank den Großteil des Gewinns innerhalb der Gruppe bei.

“In Deutschland läuft die Wirtschaft besser als in den anderen europäischen Ländern, davon wollen wir auch in Zukunft profitieren”, erklärte Vita. “Große Sorgen” gebe es dagegen in anderen Ländern, wie Spanien, sagte er. Kopfschmerzen macht ihm vor allem der Ausfall von Krediten. Das sei insbesondere in den Ländern ein Problem, in denen die Wirtschaftskrise tobe, erklärte er. “In erster Linie Italien”, fügte er hinzu.

Die Unicredit war über Jahre aggressiv gewachsen und hatte im Zuge der Expansion im Jahr 2005 auch die Hypo-Vereinsbank geschluckt. Mit Ausnahme von Deutschland sieht der Verwaltungsrats-Chef sein Haus nun am Ende der Expansionsphase. Von nicht rentablen Zukäufen, wie der Tochter in Kasachstan, trenne sich die Unicredit wieder, erklärte er.

Link zum Artikel: www.wallstreetjournal.de/article/SB10001424127887323566804578553163510063702.html

Quelle: Wall Street Journal Deutschland

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