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Ökonom hält eine Entflechtung Googles für impraktikabel

Archivmeldung vom 17.05.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.05.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Google
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Foto: Coolcaesar
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Justus Haucap, Direktor des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie und bis 2012 Vorsitzender der Monopolkommission, hält die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel aufgebrachte Forderung nach einer Entflechtung Googles für impraktikabel. "Es würde letztlich wohl bedeuten, Google zu verbieten, Youtube oder Google Maps in Deutschland anzubieten – und ich kann mir schwer vorstellen, dass das im Interesse der Verbraucher ist", sagte er der "Berliner Zeitung".

"In der Wettbewerbspolitik geht es nicht primär darum, Unternehmen zu helfen, sondern den Verbrauchern", sagte er weiter. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für die Verbraucher ein Vorteil ist, wenn sie beim Googeln nach dem Wetter nicht mehr eine Wettervorhersage angezeigt bekommen, sondern erst auf den Link zu einem Konkurrenzdienst klicken müssen."

Zwar gebe es im Bereich Datenschutz wichtige Fragen zu klären, wie das jüngste Urteil des Europäischen Gerichtshofs zeige, sagte Haucap. Falsch sei jedoch, damit zu argumentieren, wenn es in Wirklichkeit nur um banale kommerzielle Interessen gehe. "Nämlich welcher Staubsauger bei Google weiter oben steht."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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