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Mobilfunker vor neuer Milliarden-Auktion

Archivmeldung vom 19.06.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.06.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Mobilfunkmast in München
Mobilfunkmast in München

Foto: TobiWanKenobi
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Den deutschen Mobilfunkunternehmen steht eine neue Frequenzversteigerung ins Haus, die sie Milliardenbeträge kosten könnte. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in ihrer Donnerstagsausgabe unter Berufung auf Unterlagen der Bundesnetzagentur berichtet, schnürt die Behörde für die Auktion ein umfangreiches Paket. Es umfasst nicht nur die 2016 auslaufenden Altfrequenzen, die Deutsche Telekom, Vodafone, E-Plus und Telefónica für Sprache und Datenkommunikation nutzen.

Die Netzagentur will möglichst schon im kommenden Jahr auch besonders wertvolle, weitreichende Frequenzen, die bisher vom Rundfunk genutzt werden, für den Mobilfunk freigegeben und versteigern. Diese Frequenzen könnten "einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Breitbandstrategie leisten", heißt es in einem Begleitschreiben von Netzagentur-Präsident Jochen Homann an den politischen Beirat.

Ziel sei es, bis 2018 Verbrauchern "auch in dünn besiedelten Gebieten einen Zugang zum schnellen Internet mit mindestens 50 Megabit je Sekunde zu ermöglichen", berichtet die F.A.Z. Ein erster Teil dieses langwelligen Spektrums im Bereich um 800 Megahertz (MHz) war schon 2010 für rund 3 Milliarden Euro unter den Hammer gekommen und hatte den Grundstock für den Aufbau des schnellen LTE-Netzes gebildet. Nun geht es um das als Digitale Dividende II bezeichnete Spektrum im Bereich von 700 MHz.

Die Planung der Netzagentur stößt auf heftigen Widerstand der Sender und Landesmedienanstalten, weil das Frequenzband weiterhin für Fernsehen über DVB-T benötigt werde. ZDF-Intendant Thomas Bellut und der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor schlagen Alarm.

In einem Schreiben an die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die der Rundfunkkommission der Länder vorsitzt, warnen sie davor, voreilig Fakten zu schaffen, "welche die Zukunftsfähigkeit des Rundfunks massiv beschädigen".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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