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Kommissarischer Audi-Chef will Autobauer neu aufstellen

Archivmeldung vom 29.09.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.09.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Logo von Audi
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Der kommissarische Audi-Chef Bram Schot rechnet mit großen Veränderungen in der Automobilbranche. "Die alten Geschäftsmodelle kommen unter Druck", sagte der Niederländer der "Heilbronner Stimme". Das Verhältnis zwischen Volumen und Marge werde sich in fünf bis zehn Jahren deutlich ändern. Für Audi will er künftig mehr Synergien aus dem VW-Konzern nutzen und die Varianten in der Modellpalette erheblich straffen.

Es gebe zu viele Motor- und Getriebevarianten, sagte Schot auch im Hinblick auf die Zulassungsprobleme im Zusammenhang mit dem neuen Abgasprüfzyklus WLTP. Die Probleme bei der Umstellung führen demnach zu Produktionsausfällen bei Audi. Grundsätzlich sieht Schot eine sinkende Nachfrage nach Limousinen wie den Audibaureihen A6, A7 und A8, die in Neckarsulm produziert werden. "Das Segment an sich ist schwierig", sagte der Manager. Neuen Schwung erhofft sich Bram Schot, der den seit Juni in Untersuchungshaft sitzenden Rupert Stadler vertritt, von den Audi-Elektromodellen. Für den E-Tron lägen bereits 15.000 Reservierungen vor.

Dass in der E-Mobilität allein die automobile Zukunft liegt, glaubt der Niederländer aber nicht. "2025 rechnen wir mit etwa 30 Prozent Elektroanteil, also fahren 70 Prozent noch mit herkömmlichen Verbrennern", sagte Schot. Deshalb bleibe der Diesel weiterhin wichtig. Und bei der Brennstoffzelle wünscht sich Schot "mehr Tempo". Zu seiner Zukunft im Audi-Konzern wollte sich Bram Schot nicht äußern. Offen ist, ob er Audi dauerhaft als Vorstandsvorsitzender führen wird. Die Aufsichtsräte von VW und Audi haben sich nach einer Sitzung am Freitag auf kommenden Dienstag vertagt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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