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GDL-Chef Weselsky verteidigt Rauswurf von Manfred Schell

Archivmeldung vom 02.09.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.09.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer Claus Weselsky. Bild: Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)
Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer Claus Weselsky. Bild: Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)

Der Vorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, rechtfertigte im Gespräch mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Donnerstagausgabe) den Ausschluss seines Vorgängers Manfred Schell aus der Gewerkschaft. Der ehemalige GDL-Chef habe mehr als 3000 Euro an Tantiemen aus Aufsichtsratsmandaten erhalten. "Diese sind aber kein Privatvermögen, sondern an die GDL abzuführen. Da kann der erzählen, was er will - das ist Satzungsrecht", so Weselsky.

Zudem habe Schell nichts unversucht gelassen, die GDL zu diskreditieren. "Er meinte zwar immer, er wolle mit seiner Kritik nur mich treffen, um zu erreichen, dass ich meinen Hut nehmen muss, aber er hat der GDL schwer geschadet."

Weselsky sieht in dem Konflikt keine Auseinadersetzung um die richtige Strategie, sondern persönliche Motive. "Auslöser war die Abwahl des GdL-Vizevorsitzenden Sven Grünwoldt im April 2013, nachdem dieser ein erneutes Darlehen von der GDL für seinen privaten Hausbau beantragt hatte, wogegen ich stimmte", erläuterte Weselsky.

Grünwoldt hatte zuvor schon Ambitionen auf den GDL-Vorsitz erkennen lassen, wie der Hessische Rundfunk im Mai 2013 kolportierte. Schell soll zu den Unterstützern Grünwoldts gezählt haben

Quelle: neues deutschland (ots)

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