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Bericht: Bundesregierung will 30 Prozent von Uniper übernehmen

Archivmeldung vom 20.07.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.07.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Uniper SE
Uniper SE

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Details zur Rettung des Gasversorgers Uniper zeichnen sich ab. "Zur Deckung der aufgelaufenen Verluste ist eine Kombination aus Kapitalerhöhung mit Zielbeteiligung des Bundes von 30 Prozent an Uniper und weiterem hybriden Eigenkapital geplant", heißt es in einem Papier des Bundeswirtschaftsministeriums, über welches das "Handelsblatt" berichtet.

Zusätzlich müsse der Bund die bestehenden Kredite der staatlichen KfW-Förderbank von zwei auf acht Milliarden Euro aufstocken, um kurzfristig Liquidität für Ersatzbeschaffungen von Gas bereitzustellen beziehungsweise Margining-Positionen abzusichern. Margining sind Rücklagen, die Energieversorger bei Börsengeschäften hinterlegen müssen. Darüber hinaus ist laut dem Ministeriumspapier eine Preisweitergabe gemäß dem Energiesicherungsgesetz geplant, "um die täglich auflaufenden Verluste aus Ersatzbeschaffung zu stoppen".

Regierungskreise rechnen damit, dass dabei das Umlageverfahren, nicht die Preisanpassungsklausel gezogen wird. So würden die gestiegenen Kosten an alle Verbraucher weitergegeben. Allerdings sind die Verhandlungen laut dem Papier nicht abgeschlossen. Unipers finnischer Mehrheitseigner Fortum präferiert, das Deutschlandgeschäft auszugliedern, welches dann der deutsche Staat übernehmen soll. Diese Option gilt als unwahrscheinlich, ist aber laut Regierungsvertretern noch nicht final vom Tisch. Fortum müsste in diesem Fall wohl einen negativen Kaufpreis an den Bund entrichten. In finnischen Regierungskreisen ist von einer "heiklen Verhandlungssituation" die Rede.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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