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Exporte im Oktober 2022: -0,6 % zum September 2022

Archivmeldung vom 02.12.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.12.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Im Oktober 2022 sind die deutschen Exporte gegenüber September 2022 kalender- und saisonbereinigt um 0,6 % und die Importe um 3,7 % gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, stiegen die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2021 um 14,2 % und die Importe um 20,9 %.

Insgesamt wurden im Oktober 2022 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 133,5 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 126,6 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss damit im Oktober 2022 mit einem Überschuss von 6,9 Milliarden Euro ab. Im September 2022 hatte der kalender- und saisonbereinigte Saldo der Außenhandelsstatistik +2,8 Milliarden Euro betragen, im Oktober 2021 hatte er bei +12,2 Milliarden Euro gelegen.

Außenhandel mit EU-Staaten

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Oktober 2022 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 71,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 63,0 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber September 2022 sanken die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 2,4 %, und die Importe aus diesen Staaten um 3,0 %. In die Staaten der Eurozone wurden Waren im Wert von 49,8 Milliarden Euro (-2,9 %) exportiert und Waren im Wert von 42,9 Milliarden Euro (-5,2 %) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden Waren im Wert von 21,6 Milliarden Euro (-1,2 %) exportiert und Waren im Wert von 20,1 Milliarden Euro (+1,9 %) von dort importiert.

Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten

In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im Oktober 2022 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 62,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 63,6 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber September 2022 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 1,6 % zu und die Importe von dort um 4,3 % ab.

Die meisten deutschen Exporte gingen im Oktober 2022 in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt 3,9 % weniger Waren exportiert als im September 2022. Damit nahmen die Exporte in die Vereinigten Staaten auf einen Wert von 13,9 Milliarden Euro ab. Die Exporte in die Volksrepublik China betrugen (unverändert zum Vormonat) 8,9 Milliarden Euro, die Exporte in das Vereinigte Königreich nahmen um 4,1 % auf 6,4 Milliarden Euro zu.

Die meisten Importe kamen im Oktober 2022 aus der Volksrepublik China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 16,9 Milliarden Euro eingeführt, das waren 0,8 % mehr als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen um 2,7 % auf 8,3 Milliarden Euro. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 18,3 % auf 2,9 Milliarden Euro ab.

Die Exporte in die Russische Föderation sanken im Oktober 2022 gegenüber September 2022 kalender- und saisonbereinigt um 6,0 % auf 1,0 Milliarden Euro, gegenüber Oktober 2021 nahmen sie um 57,7 % ab. Die Importe aus Russland sanken im Oktober 2022 gegenüber September 2022 um 1,0 % auf 1,8 Milliarden Euro.

Originalwerte für den Außenhandel (nicht kalender- und saisonbereinigt)

Nominal (nicht kalender- und saisonbereinigt) wurden im Oktober 2022 Waren im Wert von 133,3 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 128,0 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2021 stiegen die Exporte damit um 9,8 % und die Importe um 17,6 %. Die unbereinigte Außenhandelsbilanz schloss im Oktober 2022 mit einem Überschuss von 5,3 Milliarden Euro ab. Im Oktober 2021 hatte der Saldo +12,5 Milliarden Euro betragen.

Methodische Hinweise:

In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich zum Vormonat/Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen unabhängig. In der Corona-Krise und im Zuge des Kriegs in der Ukraine kann es aktuell zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen im Vormonats-/Vorquartalsvergleich und Vorjahresvergleich kommen.

Bei den Ergebnissen in dieser Pressemitteilung handelt es sich um vorläufige Ergebnisse der monatlichen Außenhandelsstatistik. Aussagen zu den Gründen für Veränderungen im Außenhandel insgesamt oder mit einzelnen Staaten oder Staatengruppen sind zu diesem frühen Zeitpunkt aufgrund noch nicht vorliegender Detailergebnisse nicht möglich.

Seit dem Berichtsmonat Januar 2022 erhalten in den Pressemitteilungen zur Außenhandelsstatistik die kalender- und saisonbereinigten Ergebnisse mehr Gewicht, um veränderten Nutzerbedarfen nachzukommen. Viele Nutzende möchten mit den Statistiken des Außenhandels Zeitreihenvergleiche vornehmen, etwa um darzustellen, wie sich die Exporte im Vergleich zum Vormonat oder zum Vorjahresmonat entwickelt haben. Solche Vergleiche sind mit Originalwerten und den darin enthaltenen saisonalen und kalendarischen Effekten nur eingeschränkt aussagekräftig. Diese Effekte werden durch die Kalender- und Saisonbereinigung nivelliert. Die Kalender- und Saisonbereinigung im Außenhandel erfolgt mit dem Verfahren X13 JDemetra+. Ausführliche Erläuterungen hierzu enthält das Methodenpapier "Saisonbereinigung im Außenhandel". Wichtig für die Betrachtung kalender- und saisonbereinigter Werte ist die Tatsache, dass es sich bei diesen bereinigten Werten immer um errechnete fiktive Werte handelt. Ein Vergleich zwischen bereinigten Reihen und nominalen Reihen ist daher nicht sinnvoll. Die nominal ermittelten Werte sind die Grundlage für die Berechnung kalender- und saisonbereinigter Ergebnisse.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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