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Positionen zur Energiekrise Bischof Wilmer: "Wir brauchen besonnenes, aber entschlossenes Handeln"

Archivmeldung vom 01.12.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.12.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
Pater Heiner Wilmer SCJ (2015)
Pater Heiner Wilmer SCJ (2015)

Foto: SabrinaBecker
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Angesichts steigender Preise für Energie und andere lebensnotwendige Güter veröffentlicht heute (1. Dezember 2022) der Vorsitzende der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ (Hildesheim), drei Positionen zur aktuellen Energiekrise. Darin legt er dar, dass und wie jeder gemeinsam für Werte einstehen und mit der Energiekrise umgehen kann. In den Mittelpunkt stellt Bischof Wilmer die Verantwortung, wenn er sagt: "Es kommt im Hier und Jetzt auf uns an, als Gesellschaft und ganz persönlich."

Die gegenwärtige Situation habe wesentlich mit Russland aufgrund von dessen völkerrechtswidrigem und barbarisch geführten Krieg gegen die Ukraine zu tun. Mit den Sanktionen stände man für Werte ein. Bischof Wilmer: "Ich bin überzeugt: Unser Land ist in der Lage, die Sanktionen durchzuhalten und sich nicht spalten zu lassen." In erster Linie gehe es darum, "die Last der stark gestiegenen Energiepreise abzumildern". Dabei komme es auf zielgenau ausgestaltete staatliche Hilfen an. "Wer durch steigende Preise in Not gerät, darf damit nicht alleine gelassen werden." Es dürfe aber nicht vergessen werden, dass der Staat nicht unbegrenzt über Geld verfüge. "Es gehört zu einem Menschenbild, das persönliche Freiheit und Verantwortung miteinander verbindet, dass Einschränkungen und Verluste zumutbar und tragbar sind." Bischof Wilmer ruft daher zu Solidarität und Besonnenheit auf.

Darüber hinaus sei es erforderlich, die Gesellschaft krisenfester zu machen. Dazu gehöre es, den Lebensstil anzupassen. "Unserer ethischen Verantwortung werden wir nur gerecht, indem wir dauerhaft Energie sparen." Alle müssten ihren Beitrag leisten, auch jene Menschen, die sich höhere Energierechnungen leisten könnten. Dabei sei die Erhöhung der Energieeffizienz ebenso in den Blick zu nehmen wie der Ausbau eneuerbarer Energien. "Die Solidarität mit der Ukraine ist also zugleich eine Solidarität mit der ganzen Menschheitsfamilie und mit zukünftigen Generationen. Damit schätze ich die Belastungen nicht gering, werbe aber für einen weiter gefassten Blick sowie für den politischen und persönlichen Mut, zu differenzieren." Um die Lebensgrundlagen auf der ganzen Welt und für kommende Generationen zu erhalten, ruft Bischof Wilmer zu Sparsamkeit und entschlossenem Handeln auf.

Schließlich verweist er auf die Vorbildfunktion der Kirche, "indem sie auch dort Energie spart, wo es wehtut, erneuerbare Energien weiter ausbaut und soziale Angebote ausweitet". Es sei wichtig, für die Menschen und ihre Sorgen da zu sein. Zusätzliche Kirchensteuereinnahmen sollten etwa für die von der Energiekrise besonders betroffenen Menschen verwendet werden. Zugleich sei es jedoch zumutbar, Kirchenräume im Winter nicht oder nur wenig zu beheizen.

Quelle: Deutsche Bischofskonferenz (ots)

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