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Thyssenkrupp droht mit Austritt aus Wirtschaftsvereinigung Stahl

Archivmeldung vom 17.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
ThyssenKrupp Hauptquartier 2013
ThyssenKrupp Hauptquartier 2013

Foto: Tuxyso
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Essener Industriekonzern Thyssenkrupp hat angedroht, der Wirtschaftsvereinigung Stahl den Rücken zu kehren. Hintergrund sind laufende Ermittlungen des Bundeskartellamtes zu Absprachen bei Grobblech und Flachstahl. Compliance-Vorstand Donatus Kaufmann sagte der Düsseldorfer "Rheinischen Post": "Dass bei Verbandstreffen ein erhöhtes Risiko für Kartellverstöße besteht, ist uns seit Langem klar. Schließlich treffen dort Wettbewerber aufeinander. Daher haben wir auch immer darauf gedrungen, dass sich die Verbände reformieren, auch die Wirtschaftsvereinigung."

Kaufmann zufolge habe sich der Verband daraufhin reformiert und etwa die Satzung angepasst, die Ausschussarbeit auf den Prüfstand gestellt und statistische Erhebungen angepasst. Jetzt komme es aber darauf an, dass die neuen Regeln auch gelebt würden, sagte Kaufmann. "Darauf werden wir genau achten. Wenn nicht, werden wir Konsequenzen ziehen." Auf die Frage, was dies konkret bedeute, sagte der Thyssenkrupp-Manager: "In letzter Konsequenz heißt das, dass wir den Verband verlassen. Das ist aber die Ultima Ratio."

Quelle: Rheinische Post (ots)

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