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EU will einheitlichere Besteuerung von Konzernen

Archivmeldung vom 17.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Erich Westendarp / pixelio.de
Bild: Erich Westendarp / pixelio.de

Konzerne in Europa sollen künftig einheitlicher besteuert werden: Darauf will die Europäische Kommission drängen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Pierre Moscovici und Margrethe Vestager, die beiden zuständigen Kommissare in Brüssel, kündigten demnach an, die Initiative für eine gemeinsame Bemessungsgrundlage der Körperschaftsteuer in der EU wiederzubeleben.

"Damit müsste ein Unternehmen, das in mehr als einem EU-Staat tätig ist, nur ein gemeinsames Regelwerk bei der Steuererklärung beachten", schreiben sie in einem Meinungsbeitrag, über den die SZ berichtet. "Die Steuern würden dann zwischen den jeweiligen Staaten aufgeteilt. Wettbewerb zwischen verschiedenen Steuersätzen bliebe möglich, aber viele Schlupflöcher für aggressive Steuerplanung würden beseitigt", so die Kommissare.

Alleine kann die Europäische Kommission das allerdings nicht durchsetzen, sondern muss die Mitgliedsstaaten überzeugen. Die Kommission zeigt sich laut SZ aber optimistisch: "Wir haben jetzt die Chance, den Steuerwettbewerb gerechter und transparenter zu machen. In Sachen Steuerpolitik müssen stets alle EU-Staaten zustimmen, daher sollten wir den gegenwärtigen Schwung nutzen", schreiben Moscovici und Vestager.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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