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Bayer und BASF zu Millionenstrafe verurteilt

Archivmeldung vom 17.02.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.02.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Gericht: Urteil. Bild: flickr.com/sfalkow
Gericht: Urteil. Bild: flickr.com/sfalkow

Im Streit um das Unkrautvernichtungsmittel Dicamba hat eine US-Jury die deutschen Chemiekonzerne Bayer und BASF zu millionenschwerem Schadenersatz verurteilt. Insgesamt sollen die beiden Unternehmen einem Landwirt aus dem US-Bundesstaat Missouri 265 Millionen Dollar (rund 245 Millionen Euro) zahlen. Das meldet das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter heißt es hierzu auf deren deutschen Webseite: "Diese Summe teilt sich in 15 Millionen Schadenersatz sowie zusätzlich 250 Millionen Dollar Strafschadenersatz auf. Die Entscheidung der Jury fiel am Samstag.

Bader beschuldigt Bayer und BASF, dass er durch den Einsatz von Dicamba auf benachbarten Feldern Ernteverluste erlitten habe, da Teile des Unkrautvernichters auf seine Pfirsich-Plantagen geweht worden sein sollen. Den Schaden bezifferte er auf 21 Millionen Dollar. Die Entscheidung der Jury könnte wegweisend für 140 weitere Klagen sein, denn wegen ihrer Ernteverluste reichten mehrere Landwirte in den USA Klage ein.

Bayer will laut einem Sprecher Berufung einlegen. Dicamba sei für die Ernteverluste nicht verantwortlich. BASF kündigte ebenfalls Rechtsmittel an: „Wir sind überrascht und enttäuscht von der Entscheidung der Jury und planen in Berufung zu gehen“, sagte ein Sprecher am Sonntagabend. Die Anwälte der Unternehmen hatten zuvor argumentiert, die Pfirsich-Felder hätten bereits vor 2015 gelitten und führten Wetterbedingungen wie Hagel und späten Frost für die Schäden an.

Dicamba wurde vom US-Konzern Monsanto entwickelt, den Bayer 2018 übernahm. Dieser ist seit 2015 mit zahlreichen Klagen wegen angeblicher Krebsrisiken von Monsantos Unkrautvernichter Glyphosat konfrontiert. BASF nutzt ein eigenes auf Dicamba basierendes Produkt, um gentechnisch veränderte Pflanzen zu behandeln."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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