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Doc Morris: Verzicht auf Rabatt für verschreibungspflichtige Arznei

Archivmeldung vom 24.02.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.02.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Die ehemalige Flensburger DocMorris-Apotheke im Jahr 2013
Die ehemalige Flensburger DocMorris-Apotheke im Jahr 2013

Von Sönke Rahn - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=28318138

Die niederländische Versandapotheke Doc Morris will auf seiner Medikamentenhandel-Plattform, die zum neuen Kerngeschäft werden soll, seine umstrittenen Rabatte für verschreibungspflichtige Medikamente abschaffen.

"Wenn wir mit unserer Versandapotheke und den stationären Apotheken auf dem gemeinsamen Marktplatz aktiv sind, werden wir keinen Bonus auf Rezepte geben", sagte Doc-Morris-Chef Olaf Heinrich dem Fachbriefing "Handelsblatt Inside Digital Health". Für die Bestandskunden, die ihr Rezept bei Doc Morris klassisch auf Papier einschicken, sollen die Boni bestehen bleiben. Ausländischen Versandapotheken ist es erlaubt, auf verschreibungspflichtige Medikamente Preisnachlässe auch an deutsche Kunden zu geben. Für deutsche Apotheker hingegen gilt eine Preisbindung.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) versucht derzeit, gesetzlich ein Rabatt-Verbot für Versandapotheken durchzusetzen. Die Online-Plattform "Marktplatz" von Doc Morris soll den Versandhandel der Niederländer mit den deutschen Vor-Ort-Apotheken kombinieren. Kunden sollen sich ihr Arzneimittel direkt durch Doc Morris senden lassen, bei einer nahe gelegenen Apotheke bestellen oder es sich von dort durch einen Boten bringen lassen. Dies soll ihnen das elektronische Rezept ermöglichen, dessen Einführung der Gesetzgeber für 2021 vorgesehen hat. Heinrich kündigte den Start seiner Plattform bereits für das laufende Jahr mit einer eigenen E-Rezept-Lösung an. Er erwartet nach eigenen Angaben, dass gerade einmal zehn Prozent des Umsatzes durch die Plattform an Doc Morris gehen werde.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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