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Michael zu Salm-Salm: Erbschaftsteuer: Gift für ländlichen Raum

Archivmeldung vom 06.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Marc Tollas  / pixelio.de
Bild: Marc Tollas / pixelio.de

Jeder Zweite in Deutschland befürchtet laut aktueller forsa-Umfrage eine beschleunigte Landflucht, wenn familiengeführte Unternehmen durch die Erbschaftsteuerreform einen Wettbewerbsnachteil erleiden. 74 Prozent gehen sogar davon aus, dass dadurch Arbeitsplätze verloren gehen. "Das wäre Gift für den ländlichen Raum", sagte Michael zu Salm-Salm, Vorsitzender der Grundbesitzerverbände, am Mittwoch im Vorfeld der Finanzministerkonferenz.

Hunderttausende Vollzeit-Arbeitsplätze auf dem Land werden von Familienunternehmen und ihren Zulieferern und Dienstleistern geschaffen."Diese Arbeitsplätze dürfen durch die Politik nicht gefährdet werden",forderte zu Salm. Das würde die Struktur ganzer Landstriche verändern und den Arbeitsmarkt mitsamt der Wirtschaftskraft im ländlichen Raum nachhaltig schädigen.

Wenn Unternehmen, die bisher ausgenommen waren, in Zukunft eine betriebliche Erbschaftsteuer zahlen müssten, rechnen 77 Prozent der Deutschen damit, dass Investitionen zurückgestellt und mehr Unternehmen an ausländische Investoren verkauft werden (64 Prozent). "Investitionen in den ländlichen Raum gehen dann drastisch zurück", so zu Salm. 62 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass es auch Zulieferern und Handwerkern im Umfeld des Unternehmens schlechter gehen würde und 58 Prozent rechnen mit einer sinkenden Kaufkraft auf dem Land und einer beschleunigten Landflucht.

"Auf ererbtes Privatvermögen muss jeder Unternehmens-Erbe wie bisher Erbschaftsteuer zahlen, aber die Substanz des Betriebsvermögens muss unbedingt erhalten bleiben, damit das Herz der deutschen Wirtschaftskraft nicht geschwächt wird", forderte zu Salm von der Finanzministerkonferenz. Laut forsa-Umfrage wollen 96 Prozent der Bevölkerung die von familiengeführten Unternehmen geprägte Wirtschaftsstruktur erhalten.

Befragt wurden 1.019 Personen ab 18 Jahren im Zeitraum vom 15. bis 20. April 2015. Die repräsentative forsa-Umfrage wurde in Auftrag gegeben von Die Familienunternehmer - ASU und der Arbeitsgemeinschaft der Grundbesitzerverbände.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Grundbesitzerverbände e.V. (ots)

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