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Lufthansa baut Vielfliegerprogramm radikal um

Archivmeldung vom 11.11.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.11.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Eine Boeing 747-400 der Lufthansa
Eine Boeing 747-400 der Lufthansa

Foto: Arcturus
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Wer bei Lufthansa Frequent Traveller, Senator oder HON ist, muss sich ab Anfang 2021 auf massive Änderungen einstellen: Europas größte Fluggesellschaft stellt die Systematik um, mit der man einen Vielfliegerstatus bekommt, berichtet das "Handelsblatt".

Sie will das Programm demnach für die Kunden vereinfachen. Das Erlangen eines Status wird durch die Umstellung allerdings wohl erschwert. Am Dienstag sollen die Details vorgestellt werden. Danach sollen die Kunden künftig Punkte sammeln, die entsprechend der gebuchten Flüge vergeben werden. Faktoren wie etwa die Frage, ob man einen Sparpreis gebucht hat oder wie viele Flugsegmente man fliegt, spielen keine Rolle mehr.

"Es wird für alle deutlich einfacher werden. Wer mit unseren Airlines fliegt, wird stärker belohnt", sagte Markus Binkert, bei den Netzwerk-Airlines von Lufthansa für das Marketing zuständig, dem "Handelsblatt". Punkte soll es künftig je nach Reiseklasse - also Economy-, Business- oder First-Class-Ticket - und Verkehrsgebiet - also Kurz- oder Langstrecke - geben. Dadurch reduzieren sich die Kategorien für das Sammeln von rund 20 auf sechs. Für das Erreichen eines Vielfliegerstatus muss allerdings eine gewisse Anzahl an Punkten mit den Premium-Airlines des Konzerns – also Lufthansa, Swiss und AUA – erflogen werden. Flüge etwa bei Star-Alliance-Partner zählen bei diesen "qualifizierenden Punkten" nicht mehr. Gleichzeitig muss man ab Anfang 2021 seinen Vielflieger-Status jährlich und nicht mehr zweijährig nachweisen.

Das Erreichen des Status wird also erschwert, was für Diskussion sorgen dürfte. Dennoch verspricht Binkert: "Das Mengengerüst für das Erreichen und Sichern eines Vielflieger-Status bleibt im Wesentlichen gleich." Allerdings könne es in einigen Fällen zu Verschiebungen kommen. Lufthansa kündige das neue System auch deshalb mit über einem Jahr Vorlauf an, weil man den Vielfliegern ausreichend Zeit geben wolle, sich mit der neuen Logik vertraut zu machen. "Wir werden in den kommenden Monaten einen intensiven Dialog mit den Vielfliegern führen, etwa über Foren oder mit Bloggern", sagte Binkert der Zeitung. Die Änderungen betreffen nur das Statusprogramm der Lufthansa. Das System der sogenannten Prämienmeilen, die etwa zum Kauf von Flügen oder anderen Waren und Dienstleistungen bei den Miles&More-Partnern oder im World.Shop berechtigen, bleibt unverändert.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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