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Schiffbauverband fordert mehr Geld für deutsche Werften

Archivmeldung vom 07.09.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.09.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Volkswerft in Stralsund
Volkswerft in Stralsund

Foto: Beyer
Lizenz: CC BY-SA 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die deutschen Werften müssen aus Sicht des Schiffbauverbandes VSM in Hamburg deutlich besser mit finanzieller Liquidität ausgestattet werden, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. "Deutsche Werften bekommen von den Banken und von der öffentlichen Hand nicht die nötige finanzielle Absicherung für Projekte von der Dimension der Offshore-Windkraft-Umspannwerke, die immer größer werden", sagte VSM-Hauptgeschäftsführer Reinhard Lüken der "Welt" (Hamburg-Redaktion) im Vorfeld der nächsten Nationalen Maritimen Konferenz, die im Oktober in Bremerhaven tagt.

"So geben wir leichtfertig das aus der Hand, was wir zuvor mühsam aufgebaut haben. Es fehlt schlicht und einfach eine Politik für die maritime Industrie." Lüken wiederholte seine Forderung, in Hamburg ein Deutsches Maritimes Forschungszentrum aufzubauen. Dies haben inzwischen auch die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen in der Hamburgischen Bürgerschaft aufgegriffen. "Gemessen an der Hebelkraft eines solchen Projektes wäre der Aufwand verschwindend gering", sagte Lüken, "Zum Aufbau eines neuen Zentrums wären zunächst vielleicht drei Millionen Euro pro Jahr nötig."

Der VSM-Hauptgeschäftsführer verteidigte den umstrittenen Plan der Papenburger Meyer Werft, deren Zentrale nach Luxemburg zu verlegen. "Arbeitsplätze gehen nicht verloren, und die Mitbestimmung wird im selben Rahmen fortgesetzt wie bisher. Aus meiner Sicht ist das eine völlig überzogene und unnütze Debatte", sagte Lüken. "Mehr Arbeitsplatzsicherheit als bei der Meyer Werft gibt es im zivilen Schiffbau nicht."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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