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Cyber-Sicherheit: Kooperationsvereinbarung zwischen Bundeswehr und Privatkonzern Telekom

Archivmeldung vom 25.09.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.09.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: "obs/Presse- und Informationszentrum Cyber- und Informationsraum (CIR)/Martina Pump"
Bild: "obs/Presse- und Informationszentrum Cyber- und Informationsraum (CIR)/Martina Pump"

Um eine gesamtstaatliche Cyber-Sicherheit zu gewährleisten ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft wichtig. Ein Schritt in die richtige Richtung ist die zwischen dem Kommando Cyber- und Informationsraum und der privaten Telekom unterzeichnete Kooperationsvereinbarung.

Cyber-Sicherheit - Kooperationsvereinbarung zwischen Bundeswehr und Telekom

In der Cybersicherheitsstrategie 2016 ist ein kooperativer Ansatz zwischen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft fest verankert, um die Vorteile der Digitalisierung besser nutzen zu können. Aber ein enger Austausch zwischen Staat und Wirtschaft - insbesondere hier mit den Betreibern Kritischer Infrastrukturen - ist auch unabdingbar, um eine gesamtstaatliche Cyber-Sicherheit in Deutschland zu gewährleisten. Aus diesen Gründen unterzeichneten am 3. September der Chief-Information Security Officer Bundeswehr (CISOBw) und Stellvertreter des Inspekteurs Cyber- und Informationsraum, Generalmajor Jürgen Setzer, und Thomas Tschersich, Leiter Internal Security & Cyber Defense der Deutschen Telekom, eine Kooperationsvereinbarung.

"Mit dieser Vereinbarung gehen wir einen wichtigen Schritt, um im Feld der Cyber-Sicherheit intensiv mit dem größten Betreiber von Kommunikationsnetzen in Deutschland zusammenzuarbeiten", so Setzer bei der Unterzeichnung im Cyber Defence and Security Operation Center (SOC) der Telekom in Bonn. "Es gilt nun, dieses Dokument mit Leben zu füllen", bestätigt ihn Tschersich. Die Vereinbarung beinhaltet neben dem reinen Informationsaustauch auch den personellen Austausch in Form von gegenseitigen Hospitationen.

Aus- und Weiterbildung

IT-Fachpersonal ist nach wie vor stark begehrt auf dem Arbeitsmarkt und nicht immer sofort verfügbar. "Sowohl Bundeswehr als auch Wirtschaft benötigen intelligente und bestens ausgebildete Köpfe, um auf diesem Zukunftsfeld erfolgreich sein zu können", so Setzer. Beide Kooperationspartner verstärken somit ihr Engagement in der durch den Organisationsbereich CIR ins Leben gerufenen Cybercommunity. Sie bilden ihr eigenes Personal in umfassenden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zu Spezialisten aus. Ziel der Kooperationsvereinbarung ist es auch, für den Partner die verschiedenen Aus- und Weiterbildungsangebote des Anderen zu öffnen und so Synergieeffekte zu erzielen. "Hier können wir deutlich voneinander profitieren und unsere Mitarbeiter auf einen hohen Expertenstand bringen", so Setzer weiter. Auch ein möglicher Austausch von Studierenden wird geprüft.

Die Armee der Guten

Ähnlich wie die Bundeswehr im vergangenen Jahr die Kompetenzen im Bereich Cyber- und Informationsraum zu einem neuen militärischen Organisationsbereich gebündelt hat, hat die Telekom mit der Gründung der Telekom Security und dem im Oktober 2017 eingeweihten Security Operation Center ihr Know-how zusammengeführt. "Damit arbeiten sowohl bei uns als auch im Bereich Cyber- und Informationsraum IT-Fachkräfte, die sich nun vor Ort vernetzen können - unter anderem in gemeinsamen Übungen wie zum Beispiel in der IT-Forensik.", erläutert Dirk Backofen, Leiter des Bereichs Telekom Security beim Rundgang im SOC. Diese Vernetzung und Kooperation am Standort Bonn wird so nicht nur zu einem Gewinn für beide Seiten, sondern auch einen Beitrag zur gesamtstaatlichen Sicherheit leisten.

Quelle: Presse- und Informationszentrum Cyber- und Informationsraum (CIR) (ots)

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