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Siemens-Chef sorgt sich wegen Fall Wirecard um deutsche Anleger

Archivmeldung vom 09.07.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.07.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Verlust, Crash, Einbruch, Börse, Konjunktur und Insolvenz (Symbolbild)
Verlust, Crash, Einbruch, Börse, Konjunktur und Insolvenz (Symbolbild)

Bild: Hildegard Armbruster / pixelio.de

Siemens-Chef Joe Kaeser fürchtet, dass angesichts des Falls Wirecard Anleger künftig sehr zurückhaltend mit Investitionen in Aktien sein werden. "Ich mache mir große Sorgen um die Aktienkultur in Deutschland, denn die könnte Schaden nehmen", sagte er der "Süddeutschen Zeitung".

Viele Kleinanleger seien von dem Skandal um Wirecard kalt erwischt worden. "Mit großem Aufwand werben wir für mehr Investitionen in Aktien, gerade auch in der Niedrigzinsphase, und dann kommt so etwas", sagte Kaeser.

Siemens selbst hatte vor gut zwölf Jahren mit einem tiefgreifenden Korruptionsskandal für Aufsehen gesorgt, auch hier hatten Prüfer und Aufsicht lange nichts gemerkt. Kaeser sagte aber, beide Fälle seien kaum vergleichbar. "Wir haben den Compliance-Skandal gut bewältigt, und wir sind auch nicht insolvent gegangen." Neue Regeln angesichts des Wirecard-Falls hält der Siemens-Chef nicht für notwendig: "Die Regeln sind eigentlich alle da, aber sie werden nicht befolgt, das Kontrollsystem hat versagt." Der Fall Wirecard müsse kompromisslos aufgearbeitet werden, so Kaeser, es gebe offenbar eine beachtliche kriminelle Energie.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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