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ZEW-Konjunkturerwartungen weiterhin im negativen Bereich

Archivmeldung vom 22.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de
Bild: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren haben sich im Januar leicht verbessert: Der entsprechende Index stieg von -17,5 Zählern im Dezember auf nun -15,0 Punkte. Das teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mit.

Der Indikator befindet sich damit aber nach wie vor im negativen Bereich und unterhalb seines langfristigen Durchschnitts von 22,4 Punkten. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland verschlechterte sich im Januar erneut. Sie fiel um 17,7 Zähler auf einen aktuellen Wert von 27,6 Punkten. Dies ist die niedrigste Lageeinschätzung seit Januar 2015.

Die Erwartungen der Finanzmarktexperten an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone stiegen geringfügig um 0,1 Punkte auf einen neuen Wert von -20,9 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Eurogebiet brach um 6,8 Punkte ein. Der aktuelle Wert der Lageeinschätzung beträgt damit nur noch 5,3 Punkte.

Die Einschätzungen zur zukünftigen Inflationsentwicklung gingen sowohl für das Eurogebiet als auch für Deutschland erheblich zurück: Für das Eurogebiet liegt der entsprechende Indikator aktuell bei -13,3 Punkten, 19,3 Punkte unterhalb des Wertes vom Vormonat.

"Es ist bemerkenswert, dass sich die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland angesichts der zahlreichen weltweiten Konjunkturrisiken nicht weiter verschlechtert haben", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die Finanzmarktexperten hätten ihre Erwartungen an das Wirtschaftswachstum bereits in den vorangegangenen Monaten erheblich gesenkt.

"Die neuen, potenziell belastenden Faktoren wie die Ablehnung des Brexit-Abkommens mit der EU im britischen Unterhaus sowie das relativ schwache Wachstum in China im letzten Quartal 2018 wurden damit schon vorweg genommen", so Wambach weiter.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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