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Nur jede dritte Schlecker-Frau in NRW fand eine neue Stelle

Archivmeldung vom 14.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Logo der Drogeriekette Anton Schlecker
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Knapp ein Drittel der einstigen Schlecker-Beschäftigten haben wieder eine Arbeit gefunden. Alle anderen befinden sich in Qualifizierungs-Maßnahmen der Arbeitsagenturen oder suchen noch eine Stelle. "Von den rund 4900 von der Insolvenz Betroffenen haben 1583 wieder eine Tätigkeit aufgenommen", so Werner Marquis, Sprecher der NRW-Direktion der Bundesagentur für Arbeit der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (Mittwochausgabe).

Zwar hätten zwei Drittel der Schlecker-Frauen eine abgeschlossene Ausbildung". Viele müssten aber an modernen Kassen, in Lagerlogistik oder EDV geschult werden. "Da war Schlecker nicht auf dem neuesten Stand." Viele Schlecker-Frauen hatten für die Branche nicht schlecht verdient. "Oft waren es 13,52 Euro die Stunde. So viel zahlen anderen Betriebe kaum", so Marquis. Es dauere, bis der Großteil der Beschäftigten untergekommen sei. Erschwerend komme der Strukturwandel im Einzelhandel hinzu; es sei nicht mehr so leicht, eine feste und halbwegs gut bezahlte Stelle zu finden. Die Gewerkschaft Verdi hatte genau dies schon direkt nach der Schlecker-Pleite im März befürchtet: "Wir glaubten nicht, dass die Frauen problemlos andere Stellen finden werden. Viele waren  lange Jahre bei Schlecker beschäftigt und daher entsprechend älter. Da ist es nicht leicht, sofort wieder eine Beschäftigung zu finden."

Quelle: Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung (ots)

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