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Arbeitgeberpräsident NRW: Firmen können US-Geschäft nicht riskieren

Archivmeldung vom 11.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Arndt G. Kirchhoff  Präsident des Verbands der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen e.V. Bild: METALL NRW
Arndt G. Kirchhoff Präsident des Verbands der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen e.V. Bild: METALL NRW

Die Unternehmerverbände Nordrhein-Westfalen warnen vor den Folgen von Donald Trumps Iran-Politik. "Nach Aufhebung der jahrelangen Sanktionen haben viele auf eine Belebung der Beziehungen zum Iran gehofft, diese Hoffnung hat nun einen schweren Dämpfer erlitten", sagte Arndt Kirchhoff, Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

Kirchhoff weiter: "Das trifft Maschinen-, Kraftwerks- und Autobauer, Autozulieferer und Elektroindustrie gleichermaßen. Vor die Wahl gestellt, mit den USA oder mit dem Iran Geschäfte zu machen, werden sich die meisten nun für das US-Geschäft entscheiden. Kaum einer kann es riskieren, die USA als Absatzmarkt zu verlieren." Laut dem Verband betrugen die Exporte aus Nordrhein-Westfalen in den Iran im vergangenen Jahr 612 Millionen Euro, ein Plus von 19,3 Prozent gegenüber 2016. Darunter ist der Maschinenbau mit 263 Millionen und chemische Erzeugnisse mit 113 Millionen Euro.

Kirchhoff kritisierte Trump: "Die Entscheidung ist ein weiterer Beweis für die Sprunghaftigkeit des US-Präsidenten. Es ist politisch schwer nachvollziehbar, ein Abkommen aufzukündigen, das von der eigenen Vorgänger-Regierung geschlossen wurde."

Quelle: Rheinische Post (ots)

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