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Stromkosten könnten jährlich um eine Milliarde Euro gesenkt werden

Archivmeldung vom 06.08.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.08.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: zwiboe / pixelio.de
Bild: zwiboe / pixelio.de

Die Netzgebühren als größter Anteil der Stromkosten könnten für die Haushalte in Deutschland deutlich stärker gesenkt werden, als es die Bundesregierung derzeit plant. Das geht aus Berechnungen und Gutachten von Verbraucherschützern und jungen Energiefirmen wie dem Hamburger Ökostromanbieter Lichtblick hervor, die dem "Spiegel" vorliegen.

Danach könnte die zuständige Bundesnetzagentur die Netzentgelte für Haushalte in der ab 2019 beginnenden fünfjährigen Regulierungsperiode um rund fünf Milliarden Euro kürzen. Die Bonner Behörde plant bislang eine Absenkung von nicht einmal zwei Milliarden Euro. Die Kritiker werfen der Bundesregierung vor, die Netzgebühren zu missbrauchen.

Großen Stromkonzernen wie RWE würden auf diesem Weg Milliarden zugeschanzt, um sie vor einer drohenden Pleite zu bewahren. Dabei müssten nur die bestehenden Gesetze und Verordnungen konsequent angewandt werden, um die Stromkosten zu senken und die Verbraucher entsprechend zu entlasten, heißt es in den Stellungnahmen.

So fanden die Aktivisten bei einer Überprüfung der Behördenzahlen massive Auffälligkeiten wie überhöhte und fragwürdig gewählte Zinssätze. Ein von Lichtblick eingeholtes Rechtsgutachten sieht darin Verstöße der Regulierungsbehörde gegen nationales und europäisches Recht. Ob die Kritiker tatsächlich Rechtsmittel einlegen und gegen die Behörde vorgehen, ist noch offen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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