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PHOTOVOLTAIK-Interview mit Eicke Weber: „Neun Prozent Degression halte ich für gefährlich“

Archivmeldung vom 29.04.2008

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.04.2008 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg, warnt vor einer überzogenen Degression für Solarstrom in der EEG-Novelle.

In einem Interview der PHOTOVOLTAIK (Ausgabe 5/2008, EVT 2. Mai 2008) erklärt der ehemalige Berkeley-Professor: „Die Politiker stellen sich vor, dass sie durch eine drastische Reduzierung des Einspeisepreises die Preise nach unten zwingen könnten.“ Die geplanten neun Prozent seien wirklich „sehr gefährlich“, warnt er und verweist auf Japan, wo der Photovoltaik-Markt nach ähnlichen Kürzungen zusammenbrach.

Von der Zukunftsfähigkeit der Solartechnologie ist Weber überzeugt: „Die zukünftige Energieversorgung der Welt wird auf Sonnenenergie beruhen, weil nur die Sonnenenergie diese quasi unbegrenzten Energiemengen zur Verfügung stellt.“ Der Wissenschaftler ist sich sicher, dass die direkte Nutzung der Solarenergie die Grundlage des Energiemixes sein wird, wenn man in Richtung 2100 schaue. „Die Frage ist nur: Wie schnell machen wir es, wie schnell kommen wir dazu?“, sagte Weber dem B2B-Magazin. Die Politik solle also, statt an der Degressionsschraube zu drehen, lieber erklären, dass die Zukunftsfähigkeit unserer Energieversorgung nicht umsonst zu haben ist: „Wir hier in Deutschland und Europa sind absolute Weltspitze. Spitze in der Technologie, Spitze in den Kosten, Spitze am Markt. Um das zu erhalten, erfordert es natürlich Aufmerksamkeit vom Gesetzgeber und Geldmittel.“

Der ISE-Wissenschaftler weist in diesem Zusammenhang auf die Kohle-Subvention hin. Diese habe akkumuliert bisher 120 Milliarden nominelle Euro und mit Einrechnung der Inflation fast 200 Milliarden Euro gekostet. „Das wichtigste Argument für diese Unterstützung war eine wenigstens partielle Energieautarkie.“ Dabei sei die Solarenergie, die hierzulande produziert werde, wirklich autarke Energie. „Wir sollten uns ganz klar machen, wenn wir im Jahre 2020 die Gesamtrechnung machen“, so Weber in der PHOTOVOLTAIK. Zwar sei es durchaus möglich, dann über den Einspeisemechanismus mehr als 100 Milliarden Euro in diese Technologie gesteckt zu haben. „Aber das Ergebnis wird sein, dass Deutschland weltweit besonders wettbewerbsfähig sein wird, weil wir unabhängig von den vielleicht 200 Dollar pro Barrel-Ölpreis oder mehr sein werden und unabhängig von den Wahnsinnspreisen anderer, sich verknappender fossiler Rohstoffe.“

Quelle: PHOTOVOLTAIK

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