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Corona-Pleitewelle: Österreichischer Mozartkugel-Hersteller insolvent

Archivmeldung vom 01.12.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.12.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
„Mozart-Kugeln“
„Mozart-Kugeln“

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Süßwarenhersteller „Salzburg Schokolade“ mit Sitz in Grödig (Flachgau) hat am Montag Insolvenz angemeldet. Der Schritt kam als Schock für seine Mitarbeiter und den Markt. Trotz Solidarität aus der Gemeinde bleib unklar, ob das traditionsreiche Unternehmen fortgeführt werden kann. Darüber berichtet der Österreichische Rundfunk (ORF).

Beim russischen online Magazin "SNA News" ist auf der deutschen Webseite weiter zu lesen: "Direkt nach dem Einreichen des Insolvenzantrags wurde am Dienstag das Konkursverfahren am Salzburger Landesgericht eröffnet. Betroffen sollen 614 Gläubiger und 140 Mitarbeiter sein, denen die Novemberlöhne und -Gehälter und das Weihnachtsgeld nicht überwiesen werden können. Die Nachricht kam völlig unerwartet, denn noch kurz davor gab es neue Anstellungen sowie Stellenanzeigen auf der Website des Unternehmens. Für Donnerstag ist eine Betriebsversammlung mit der Gewerkschaft angesetzt. Die Produktion läuft derzeit weiter.

Insolvenzgründe

Wie der Geschäftsführer Christian Schügerl am Montag in einer E-Mail an die Mitarbeiter erklärte, sei das Unternehmen trotz der Gewinne vergangener Jahre ab 2020 schwer von der Pandemie getroffen worden. Der rückläufige Touristenstrom sowie fehlende Veranstaltungen und Anlässen wie Geburtstags- und Hochzeitsfeiern führten laut Schügerl zu einem signifikanten Umsatzrückgang. Trotz neuer Kunden im Exportgeschäft und der staatlichen Corona-Hilfen werde man wie im Vorjahr heuer erneut einen erheblichen Verlust einfahren, so der Geschäftsführer.

„Der aktuelle Lockdown und erhebliche Kostensteigerungen bei Rohstoffen, Energie, Löhnen, Logistikkosten und Verpackungsmaterialien waren weitere Gründe“, fügte Schügerl hinzu.

Solidarität der Gemeinde

Der Präsident der Salzburger Arbeiterkammer, Peter Eder, sprach den betroffenen Mitarbeitern Unterstützung zu: „Wir wollen alles in die Wege leiten, damit sich die Menschen zumindest über Weihnachten finanziell keine Sorgen machen müssen.“ Laut dem Grödiger Bürgermeister Herbert Schober werde die Stadt alles versuchen, was in ihrer Kraft stehe, damit dieses Unternehmen weiter geführt werden könne.

„Ich glaube, es ist unser Auftrag. Gerade die Marke ,Salzburger Mozart Kugeln’ muss auf jeden Fall weiter hier in Grödig stehen bleiben“, so der Bürgermeister.

Schadenshöhe

Im Fall „Salzburg Schokolade GmbH“ geht es der bestellten Masseverwalterin Aliki Bellou zufolge um Überschuldung von rund vier Millionen Euro. Mit ihren Kollegen muss sie jetzt prüfen, ob das Unternehmen fortgeführt werden kann. „Zunächst wird eine erste Bestandsaufnahme gemacht“, so Bellou. Dabei sollen unter anderem Buchhaltungsunterlagen und Insolvenzursachen geprüft werden. Die Masseverwalter müssten feststellen, inwieweit die Firma sanierungsfähig sei und welche Gestaltungsmöglichkeiten es gebe.

Das traditionsreiche Unternehmen

Die international bekannten „Mirabell Mozartkugeln“ werden in Grödig seit 1948 produziert, aber die historischen Wurzeln des Betriebes gehen bis ins 19. Jahrhundert zurück. 2014 wurde das Unternehmen von einer Investorengruppe neu übernommen, die auf verstärktes Wachstum setzte."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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