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Magazin: Staatssekretär Scheurle soll Chef der Flugsicherung werden

Archivmeldung vom 06.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
DFS Deutsche Flugsicherung Logo
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Das Bundesverkehrsministerium bereitet offenbar einen spektakulären Personalwechsel vor: Staatssekretär Klaus-Dieter Scheurle soll nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" an die Spitze der Deutschen Flugsicherung (DFS) rücken. Scheurle selbst war als Chef des DFS-Aufsichtsrats an der Entscheidung beteiligt, die Verträge der amtierenden Geschäftsführung nicht über 2012 hinaus zu verlängern. Dies bestätigt dem Magazin zufolge die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Grünen-Anfrage.

Die Grünen kritisieren den Wechsel des Aufsichtsratschefs in die Unternehmensspitze. Es werfe "erhebliche Fragen" auf, wenn die Regierung "ihren Einfluss auf die zu 100 Prozent im Bundeseigentum stehende DFS" nutze, damit der politische Beamte nun die Leitung übernehmen soll. Es geht um erhebliche Bezüge: 434.000 Euro verdiente der oberste DFS-Chef 2011.

Der Geschäftsführer von Transparency Deutschland, Christian Humborg, erinnerte in dem Magazin an den Public Corporate Governance Kodex. "Der Abschnitt zu Interessenkonflikten macht deutlich, dass beispielsweise ein Aufsichtsratschef sich selbst als Geschäftsführer nicht `suchen` kann." Insider erwarten, dass Scheurle den Aufsichtsratsposten bald niederlegt. Als chancenreichster Kandidat für dessen Nachfolge im Ministerium gilt Abteilungsleiter Michael Odenwald. Im Ministerium hieß es nur: "Herr Scheurle ist Aufsichtsratsvorsitzender der DFS - alles andere sind Spekulationen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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