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Commerzbank-Chefökonom rechnet mit weiterer EZB-Geldspritze

Archivmeldung vom 05.07.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.07.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Uwe Steinbrich / pixelio.de
Bild: Uwe Steinbrich / pixelio.de

Nach Einschätzung des Chefvolkswirts der Commerzbank, Jörg Krämer, wird die Europäische Zentralbank (EZB) wohl bald wieder den Markt mit billigem Geld fluten. "Wir glauben, dass die EZB die Anforderungen weiter lockern wird, wenn die Staatsschuldenkrise in den kommenden Monaten wieder eskaliert. Möglicherweise wird sie weitere Dreijahrestender ausschreiben", sagte Krämer "Handelsblatt-Online".

Zugleich äußerte der Ökonom Kritik an der heutigen Leitzinssenkung. "Die heutige Zinssenkung kann durchaus schaden, weil sie die ohnehin vorhandenen Inflationsängste vieler Deutschen schürt", sagte Krämer. "Viele investieren ihr Geld aus Furcht vor Inflation in Immobilien, in den großen Städten legen die Immobilienpreise zum ersten Mal seit langem stark zu." Krämer hält es zudem für wenig erfolgversprechend der Krise mit einer lockeren Geldpolitik zu begegnen. "Die Wirtschaft des Euroraums ist nicht wegen zu hoher EZB-Zinsen in die Rezession zurückgefallen, sondern weil die von der Staatsschuldenkrise ausgehende Unsicherheit die Unternehmen und Konsumenten verunsichert", sagte er. "Daran kann die EZB mit noch niedrigeren Leitzinsen nichts ändern." Dass sie die Zinsen trotzdem gesenkt habe, zeige die Entschlossenheit der Bank, das gesamte "Waffenarsenal" einzusetzen. "Es gibt nicht mehr viele Tabus", so Krämer.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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