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Bayer-Lobbychef stützt "Green-Deal" der EU-Kommission

Archivmeldung vom 23.12.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.12.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Das Bayer-Kreuz bei Nacht. Bild: Bayer AG
Das Bayer-Kreuz bei Nacht. Bild: Bayer AG

Der neue Lobby-Chef von Bayer, Matthias Berninger, stellt sich hinter die Pläne der EU-Kommission, Europa bis 2050 klimaneutral zu machen. "Die Industrie sollte sich an die Spitze der ökologischen Modernisierung Europas stellen", sagte Berninger dem "Handelsblatt".

"Ohne die Wirtschaft wird es nicht gehen, und wenn wir das Richtige tun, wird die EU nicht das Falsche machen", ergänzte der frühere Bundestagsabgeordnete der Grünen. Zum Ziel der EU-Kommission, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln einzudämmen, werde Bayer mit der flächendeckenden Verbreitung der Digitaltechnik in der Landwirtschaft beitragen. "Zugleich wünschen wir uns aber auch, dass die Politik offen ist für die Zulassung der nächsten Generation von Pflanzenschutzmitteln, die in noch geringeren Mengen wirksam sind", sagte Berninger. Vor wenigen Tagen haben mehrere Agrarchemiefirmen, darunter Bayer, die erneute Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat in Europa ab 2023 beantragt.

Berninger lehnt Forderungen ab, dass Bayer das Mittel wegen möglicher Gesundheitsgefahren selbst vom Markt nehmen sollte. Glyphosat werde von den Behörden als sicher eingestuft, zudem sei das Mittel in den USA und Lateinamerika für die Landwirtschaft systemrelevant, sagte er. "Es wäre illusorisch zu glauben, die amerikanische oder brasilianische Landwirtschaft würde zum Pflügen zurückkehren." Durch die CO2-Einsparungen im Einsatz sei Glyphosat zudem positiv für die Umwelt. Berninger kündigte an, mit Kritik etwa von Umweltschutzorganisationen offener umgehen zu wollen und auch Schwächen einzugestehen. "Beide Seiten können sich den alten Grabenkrieg nicht mehr leisten. Statt uns gegenseitig Vorwürfe zu machen, sollten wir voneinander lernen", sagte er. Im Gegenzug sollten NGOs nicht jede technologische Chance für die Landwirtschaft per se ablehnen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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