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Steuerfahnder nehmen Kunden von Schweizer Privatbank Julius Bär ins Visier

Archivmeldung vom 22.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Julius Bär: Niederlassung in Frankfurt am Main (2012)
Julius Bär: Niederlassung in Frankfurt am Main (2012)

Lizenz: CC0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Streit zwischen deutschen Steuerbehörden und Schweizer Banken erreicht erneut die Schweizer Privatbank Julius Bär. Nach Informationen des "Manager Magazins" haben Ermittler der Steuerfahndung Aachen in Nordrhein-Westfalen mehrere Hausdurchsuchungen bei Kunden der Bank durchgeführt. Deren Daten sollen sich auf einer CD befunden haben, die den deutschen Ermittlern zugespielt wurde. Julius Bär wollte sich zu möglichen Ermittlungen gegen Kunden nicht äußern.

"Wir raten unseren Kunden schon seit einiger Zeit, ihren Steuerstatus mithilfe inländischer Experten zu überprüfen", sagte ein Sprecher der Bank. Julius Bär hatte bereits im vergangenen Jahr 50 Millionen Euro bezahlt, damit ein Ermittlungsverfahren gegen die Bank und eine Reihe von Mitarbeitern eingestellt wird. Unterdessen stößt der Ankauf von Steuer-CDs bei deutschen Führungskräften offenbar auf breite Zustimmung – selbst wenn die Daten gestohlen wurden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des "Manager Magazins".

Bei einer Befragung von fast 300 Führungskräften zum Ankauf von gestohlenen CDs mit den Kontodaten deutscher Anleger bei Schweizer Banken wählten 66 Prozent der Befragten die Antwort: "Ich finde das gut." Noch deutlicher fiel das Votum auf die Frage aus, ob Schweizer Banken, die Kunden beim Verschieben von Geldern in andere Steueroasen helfen, ihre Banklizenz in Deutschland verlieren sollten. 70 Prozent der Befragten antworteten hierauf mit "ja".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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