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Dienstleistungen im 2. Quartal 2021: Umsatz 2,8 % höher als im Vorquartal

Archivmeldung vom 07.09.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.09.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Statistisches Bundesamt
Statistisches Bundesamt

Bild: Eigenes Werk /OTT

Die Unternehmen in ausgewählten Dienstleistungsbereichen in Deutschland haben im 2. Quartal 2021 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kalender- und saisonbereinigt nominal (nicht preisbereinigt) 2,8 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im 1. Quartal 2021.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Umsatz kalender- und saisonbereinigt um 14,7 %. Der Umsatz erreichte damit wieder das Vorkrisenniveau des 4. Quartals 2019, dem Quartal vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland (+0,1 %). Die ausgewählten Dienstleistungsbereiche umfassen die Bereiche Verkehr und Lagerei, Information und Kommunikation, freiberufliche und technische Dienstleistungen und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen.

Die Zahl der Beschäftigten in den ausgewählten Dienstleistungsbereichen nahm im 2. Quartal 2021 im Vergleich zum Vorquartal saisonbereinigt um 0,4 % und im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,6 % zu. Die Beschäftigtenzahl war damit noch 1,4 % geringer als im 4. Quartal 2019.

Bereich Verkehr und Lagerei mit stärkstem Umsatzplus

Den stärksten Umsatzzuwachs gab es im 2. Quartal 2021 im Bereich Verkehr und Lagerei (zum Beispiel Straßen- und Schienenverkehr, Transport in Rohrfernleitungen, Schifffahrt, Luftfahrt, Lagerei sowie sonstige Dienstleistungen für den Verkehr, darunter der Betrieb von Verkehrswegen, Bahnhöfen, Flughäfen sowie Post-, Kurier- und Expressdienste). Hier stiegen die Umsätze kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vorquartal um 4,6 % und im Vergleich zum Vorkrisenniveau des 4. Quartals 2019 um 6,2 %. Die Post-, Kurier- und Expressdienste erwirtschafteten sogar 23,9 % mehr Umsatz als vor der Corona-Krise.

Im Bereich freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (zum Beispiel Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Architektur- und Ingenieurbüros, technische, physikalische und chemische Untersuchung, Unternehmensberatung, Werbung und Marktforschung, Design, Fotografie sowie Dolmetschen) war der Umsatz 4,2 % höher als im Vorquartal und 4,3 % höher als im 4. Quartal 2019.

Der Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (zum Beispiel Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften, Reisebüros und Reiseveranstalter, private Wach- und Sicherheitsdienste, Gebäudereinigung, Detekteien, Call-Center sowie Messe- und Kongressveranstalter) verzeichnete einen Umsatzanstieg von 4,1 % gegenüber dem Vorquartal. Damit lag der Umsatz in diesem Bereich allerdings noch immer deutlich unter dem Vorkrisenniveau (-20,9 % gegenüber dem 4. Quartal 2019).

Reisebranche und Großveranstaltungswesen immer noch sehr deutlich unter Vorkrisenniveau

Reisebüros, Reiseveranstalter und sonstigen Reservierungsdienstleister waren besonders stark von den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie betroffen. Sie setzten im 2. Quartal 2021 zwar 15,2 % mehr um als im Vorquartal, erzielten aber immer noch nur knapp ein Fünftel des Vorkrisen-Umsatzes (-81,0 % gegenüber dem 4. Quartal 2019). Die Umsätze der Messe-, Ausstellungs- und Kongressveranstalter stiegen im Vorquartalsvergleich zwar um 17,3 %, lagen jedoch auch noch immer 71,2 % unter dem Vorkrisenniveau.

Bereich Information und Kommunikation trotz leichtem Rückgang noch über Vorkrisenniveau

Der Bereich Information und Kommunikation (zum Beispiel Verlagswesen, Herstellung, Verleih und Vertrieb von Filmen und Musik, Kinos, Rundfunkveranstalter, Telekommunikation sowie Informationsdienstleistungen) verzeichnete mit -0,6 % einen leichten Umsatzrückgang gegenüber dem Vorquartal. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau stiegen die Umsätze jedoch um 1,8 %.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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