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Studie: Vorsorgefonds kann Pflegebeitragsanstieg nicht verhindern

Archivmeldung vom 07.07.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.07.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Rike / pixelio.de
Bild: Rike / pixelio.de

Dass ab 2015 alle gesetzlich Pflegeversicherten 0,1 Prozent ihres Einkommens in einen Pflegevorsorgefonds einzahlen sollen, um die in dem vom Bundestag in erster Lesung beratenen Gesetzentwurf vorgesehene "langfristige Stabilisierung der Beitragsentwicklung in der Pflegeversicherung" zu erreichen, kann offenbar einen Anstieg des Pflegebeitrags nicht verhindern.

Modellrechnungen des Zentrums für Sozialpolitik der Universität Bremen und des Wissenschaftlichen Instituts der Ortskrankenkassenzeigen zeigen, dass es beim Pflegebeitrag lediglich zu einer "kaum wahrnehmbaren Entlastung kommen" wird, berichtet das "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe).

Konkret könne nach den Berechnungen der Beitragssatz nur um 0,13 Prozentpunkte gesenkt werden. Dieser Fall träte allerdings nur dann ein, wenn das angelegte Geld real drei Prozent Zinsen abwürfe. Blieben die Nominalzinsen in der Nähe der Inflationsrate, wären sogar weniger als 0,1 Prozentpunkte Entlastung möglich. Dabei sei unterstellt worden, dass die Summe der beitragspflichtigen Einkommen sich nicht wesentlich verändere.

Kaum wahrnehmbar werde diese Entlastung auch deshalb sein, weil zur selben Zeit der Pflegebeitrag den Modellrechnungen zufolge deutlich steigt, berichtet die Zeitung weiter. So rechneten die Autoren der Studie bis zum Jahr 2055 mit einer Verdoppelung des Pflegebeitrags auf mehr als vier Prozent. "Bei allem guten Willen der Politik, die Pflegeversorgung langfristig zu finanzieren, ist der Vorsorgefonds eine von vorn bis hinten missglückte Konstruktion", fassen die Autoren der Studie die Ergebnisse zusammen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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