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Erzeugerpreise Oktober 2009: - 7,6% gegenüber Oktober 2008

Archivmeldung vom 20.11.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.11.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Statistisches Bundesamt
Statistisches Bundesamt

Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Oktober 2009 um 7,6% niedriger als im Oktober 2008. Im September 2009 hatte die Jahresveränderungsrate ebenfalls - 7,6% betragen. Gegenüber September 2009 blieb der Index im Oktober unverändert.

Den höchsten Einfluss auf die Jahresteuerungsrate hatte im Oktober 2009 weiterhin die Preisentwicklung bei der Energie. Fast drei Viertel der Veränderung des Gesamtindex gegenüber Oktober 2008 sind darauf zurückzuführen. Die Preise für Energie lagen um 16,6% unter denen von Oktober 2008, stiegen jedoch gegenüber September 2009 um 0,3%. Ohne Berücksichtigung von Energie sanken die Erzeugerpreise im Jahresvergleich um 3,3%, gegenüber September 2009 um 0,1%.

Die Preise der drei Hauptenergieträger Mineralölerzeugnisse, elektrischer Strom und Erdgas wiesen unterschiedliche Entwicklungen auf. So kostete Erdgas insgesamt 32,9% weniger als im Oktober 2008. Gegenüber September 2009 sanken die Preise um 1,4%. Für Industriekunden waren die Preise um 29,0% niedriger als im Oktober 2008 (- 5,4% gegenüber September 2009). Für Kraftwerke war Erdgas im Vorjahresvergleich um 22,9% billiger, gegenüber September 2009 stiegen die Preise um 2,9%. Mineralölerzeugnisse waren im Oktober 2009 insgesamt um 12,4% günstiger als im Oktober 2008 (leichtes Heizöl - 20,5%, Dieselkraftstoff - 12,9%, Motorenbenzin - 3,2%). Gegenüber September stiegen die Preise hingegen um 1,6% (leichtes Heizöl + 9,4%, Dieselkraftstoff + 3,2%, Motorenbenzin + 0,2%). Die Preise für elektrischen Strom lagen im Oktober 2009 über alle Abnehmergruppen hinweg betrachtet um 9,5% niedriger als vor einem Jahr. Gegenüber September 2009 stiegen sie jedoch um 1,4%. Für Weiterverteiler war Strom um 20,6% günstiger als im Oktober 2008 (+ 3,3% gegenüber September 2009) und für Sondervertragskunden um 8,2% (+ 0,6% gegenüber September 2009).

Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) waren gegenüber Oktober 2008 um 6,1% billiger. Im Vergleich zum September 2009 stiegen die Preise um 0,2%. Zu dem starken Rückgang gegenüber dem Vorjahr trugen in besonderem Maße die Preise für Metalle bei. Sie lagen um 17,9% niedriger als im Oktober 2008 (- 0,5% gegenüber September 2009). Insbesondere Walzstahl war deutlich billiger als im Oktober 2008 (- 31,9%), gegenüber September 2009 sanken die Preise um 1,6%. Chemische Grundstoffe waren um 7,3% günstiger als im Oktober 2008, jedoch stiegen die Preise gegenüber September 2009 um 1,0%.

Die Preise für Verbrauchsgüter waren um 2,8% niedriger als im Oktober 2008, gegenüber September 2009 sanken sie um 0,4%. Nahrungsmittel waren insgesamt um 5,7% günstiger als im Vorjahr (- 0,7% gegenüber September 2009). Besonders starke Preisrückgänge waren im Vorjahresvergleich für Milch und Rahm zu verzeichnen (- 22,4%), gegenüber September 2009 stiegen die Preise um 1,2%. Fleisch (ohne Geflügel) war um 13,0% billiger als im Oktober 2008 (- 4,5% gegenüber September 2009). Dagegen verteuerten sich Butter und andere Fettstoffe aus Milch gegenüber September 2009 um 16,6% und waren damit wieder teurer als im Oktober 2008 (+ 2,5%).

Quelle: Statistisches Bundesamt

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