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Umfrage: Mehrheit der Deutschen lehnt EEG-Umlage ab

Archivmeldung vom 28.08.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.08.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Gut die Hälfte (52 Prozent) der Deutschen lehnen eine Finanzierung der Energiewende über Zuschläge zum Strompreis grundsätzlich ab, nur 44 Prozent halten die Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für richtig. Dies ergab eine repräsentative Umfrage für den "Meinungsmonitor Energiewende" von TNS Infratest und der Werbeagentur Scholz & Friends.

Insgesamt empfinden die Bundesbürger die Stromkosten demnach als bereits ausgereizt: 27 Prozent halten keinerlei Mehrkosten für akzeptabel, weitere 23 Prozent können sich höchstens 5 Euro pro Monat vorstellen. 31 Prozent fühlen sich erst bei monatlichen Mehrkosten von 10 Euro überfordert. Immerhin 17 Prozent der Deutschen erachten auch 20 Euro oder mehr als zumutbar. Alles in allem steht aber eine Mehrheit von 55 Prozent der Energiewende positiv gegenüber, sieben Prozent lehnen sie ab, 36 Prozent ist sie egal.

Deutsche sparen bewusst Energie

Die meisten Deutschen leisten einen persönlichen Beitrag zum Energiesparen. Wie eine repräsentative Umfrage für den "Meinungsmonitor Energiewende" von TNS Infratest und die Werbeagentur Scholz & Friends ergab, kaufen vier von fünf (82 Prozent) Bundesbürgern Elektrogeräte mit hoher Energieeffizienz, zwei Drittel (65 Prozent) fahren nach persönlicher Einschätzung weniger mit dem Auto und 30 Prozent geben an, Ökostrom zu beziehen. Elektromobilität nutzen insgesamt vier Prozent der Deutschen, acht Prozent der Befragten wollen sich innerhalb der nächsten drei Jahre ein Elektroauto kaufen. Bei der Wahl des Stromtarifs achten die Deutschen immer stärker auf den Energiemix. 59 Prozent legen darauf großen Wert, 23 Prozent ist er sogar "äußerst wichtig". Nur 12 Prozent zeigen kein oder kaum Interesse an den Erzeugungsarten ihres Stroms. Wichtigste Entscheidungskriterien sind aber die Verlässlichkeit des Anbieters und der Strompreis. Erst an dritter Stelle folgt der Anteil des Ökostroms als Kriterium.

Für den "Meinungsmonitor Energiewende" wurden im Juli und August 1.000 repräsentativ ausgewählte Deutsche ab 18 Jahren befragt sowie Diskussionen mit Fokusgruppen in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart und München durchgeführt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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