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Sorge vor Immobilienblase wächst

Archivmeldung vom 23.04.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.04.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Geldberg und Geldberge
Geldberg und Geldberge

Bild: Eigenes Werk /OTT

In vielen deutschen Top-Städten wächst laut einer neuen Studie die Blasengefahr auf dem Immobilienmarkt. Das Rückschlagpotenzial sei im ersten Quartal dieses Jahres in den größten sieben Städten Deutschlands auf 46 Prozent gestiegen, nachdem es vor drei Jahren noch bei 31 Prozent gelegen habe, so eine neue Analyse des Berliner Marktforschungsinstituts Empirica. Das "Handelsblatt" berichtet darüber.

Bundesweit sei diese Ziffer auf 28 Prozent gestiegen, gegenüber 15 Prozent vor drei Jahren. Das Rückschlagpotential beschreibt dabei die relative Preiskluft zwischen Kaufpreisen für Eigentumswohnungen und Mieten in Deutschland. Ein Auseinanderklaffen von Mietpreisentwicklung und Kaufpreisen gilt als wichtiges Indiz für die Bildung einer Blase am Markt. "Selbstverständlich haben wir eine Immobilienblase", sagte Empirica-Chef Reiner Braun.

Kaufpreise für Eigentumswohnungen, die mehr als zehn Jahreseinkommen in den Top-7-Städten kosten, seien dauerhaft nicht zu erzielen. Entweder die Einkommen stiegen drastisch oder die Preise würden irgendwann fallen. "Angesichts der deutschen Exportabhängigkeit und ungelöster Strukturprobleme sind Einkommenszuwächse auf breiter Front aber eher unwahrscheinlich", warnte der Experte. Die Empirica-Analysten messen jedes Quartal, wie viele Jahre es dauert, bis eine Immobilie die Anschaffungskosten über die Mieteinnahmen wieder hereingeholt hat, das Preis-Einkommens-Verhältnis sowie die Fertigstellungen je Einwohner und Wohnungsbaukredite relativ zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Aus diesen Ergebnissen erstellen sie einen Blasenindex. Danach sehen sie für 11 von 12 Großstädten eine "eher hohe" Blasengefahr. Allein in Köln sei die Gefahr nur "mäßig", weil hier zu wenig gebaut werde.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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