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Portoerhöhung: Börsenverein reicht beim Bundeskartellamt Beschwerde gegen Deutsche Post ein

Archivmeldung vom 17.06.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.06.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: CC0
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Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat beim Bundeskartellamt Beschwerde gegen die Deutsche Post eingelegt. Es läge ein Missbrauch ihrer Marktposition vor. Die Portoerhöhungen zum 1. Juli 2019 gelten auch für Büchersendungen. Dies meldet das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter heißt es hierzu auf deren deutschen Webseite: "„Die Deutsche Post missbraucht Marktposition und diskriminiert Buchhandel und Verlage“ , heißt es am Montag in der Pressemitteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

So wurde nun Beschwerde gegen die Deutsche Post AG beim Bundeskartellamt eingelegt: Nach Auffassung des Verbands missbraucht das Unternehmen mit seinen erheblichen Preiserhöhungen zum 1. Juli 2019 seine marktbeherrschende Stellung beim Versand von Büchern. Hinzu komme, dass eine Diskriminierung von Buchhandlungen und Verlagen vorläge, da der Versanddienstleister Deutsche Post solchen Großkunden wie Amazon deutlich bessere Konditionen beim Versand von Büchern einräume.

„Die Deutsche Post gefährdet mit ihren deutlich verschlechterten Konditionen für Büchersendungen die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittelgroßen Buchhandlungen und Verlage und damit unmittelbar die Vielfalt des Buchmarktes. Wir fordern das Bundeskartellamt deshalb auf, den Sachverhalt zu untersuchen und eine faire Marktsituation für alle Beteiligten zu schaffen. Verlage und Buchhandlungen leisten einen wichtigen Beitrag für Kultur und Gesellschaft. Stationäre Buchhändler benötigen eine bezahlbare Möglichkeit, Bücher zu versenden, um sich gegenüber dem reinen Online-Handel zu behaupten. Für kleine und mittlere Verlage ist der Postweg elementar, um Bücher zu versenden, die im Buchhandel in der Breite nicht vorkommen“, so Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins.

Bereits 2018 hatte die Deutsche Post die Preise für Büchersendungen deutlich erhöht. Zum 1. Juli 2019 ist eine erneute Preissteigerung von bis zu 60 Prozent angekündigt sowie eine Verringerung der Maße für das Versendungs-Format, so dass rund ein Drittel der bisher versendeten Bücher nicht mehr als Büchersendung gelten können."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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