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Firmenpleiten nehmen 2009 drastisch zu

Archivmeldung vom 03.01.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.01.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Oliver Randak

Eine halbe Million Jobs in Deutschland sind in diesem Jahr durch Firmeninsolvenzen in Gefahr, warnt Creditreform. Die Experten fürchten zudem einen gewaltigen Anstieg der Privatpleiten.

Die Rezession wird in diesem Jahr deutlich mehr Firmen in die Pleite treiben als 2008. Zu dieser Einschätzung kommt die Wirtschaftsauskunftei Creditreform. Demnach wird die Zahl der Firmenpleiten 2009 auf bis zu 35.000 steigen, gut 17 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Dadurch würden rund 510.000 Arbeitsplätze bedroht, warnte Creditreform in der am Freitag in Neuss veröffentlichten Prognose. «Das Jahr 2009 wird für die gesamte Wirtschaft ein schwieriges Rezessionsjahr werden», urteilten die Experten. Die meisten Unternehmen müssten ihre Geschäftserwartungen deutlich nach unten revidieren.

Gleichzeitig verschlechtere sich die Finanzierungssituation. «Vielen bonitätsschwachen Unternehmen wird die geringere Nachfrage, gepaart mit einer eingeschränkten Kreditvergabe, Schwierigkeiten bereiten», sind die Experten überzeugt. Schon jetzt gäben ein Drittel der von Creditreform im November befragten Unternehmen an, dass für sie der Zugang zu Finanzmitteln seit dem Frühjahr 2008 schwieriger geworden sei. Außerdem werde die Zahl der Forderungsausfälle steigen.

Besonders hart dürfte die Wirtschaftskrise nach Einschätzung von Creditreform die Autoindustrie und die Zulieferbetriebe sowie die Autohändler treffen. Aber auch die Transport- und Logistikwirtschaft sowie viele unternehmensnahe Dienstleistungsbereiche, Call Center und Personalvermittlungsagenturen dürften unter merklich steigenden Insolvenzen zu leiden haben.

Besser bewerten die Experten die Aussichten für den Hochbau, den Maschinen- und Anlagenbau sowie die Elektroinstallationsbranche. Die Schäden, die insolvente Unternehmen der Volkswirtschaft zufügen könnten, dürfte sich laut Creditreform für das Jahr 2009 auf schätzungsweise 33 Milliarden Euro (2008: 29 Milliarden) summieren.

Bereits 2008 war die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland erstmals seit fünf Jahren wieder gestiegen. Insgesamt registrierte Creditreform im vergangenen Jahr knapp 30.000 Unternehmensinsolvenzen, 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Für die Verbraucherinsolvenzen prognostiziert Creditreform in diesem Jahr einen kräftigen Anstieg um fast 50 Prozent auf bis zu 145.000 Fälle. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Verbraucherinsolvenzen noch um 6,5 Prozent auf 98.500 betroffene Personen gesunken.

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