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Bafin: Mehr als 30 Firmen bewerben sich als neue Zahlungsinstitute

Archivmeldung vom 15.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
BaFin-Gebäude in Bonn
BaFin-Gebäude in Bonn

Lizenz: CC0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Ein Jahr nach dem Start der EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) haben sich bereits mehr als 30 Start-ups bei der Finanzaufsicht Bafin um eine Erlaubnis beworben, mit der sie als Zahlungsinstitute agieren können, berichtet das "Handelsblatt".

Ein Start-up hat die Erlaubnis bereits erhalten. Die regulierten Firmen dürfen sich "Zahlungsauslösedienst" nennen und auf Wunsch der Kunden Überweisungen von deren Konten anstoßen. Oder sie agieren als "Kontoinformationsdienst" und ziehen Informationen aus den Kontobuchungen – beispielsweise, um ihren Kunden eine Finanzübersicht über all ihre Konten zu bieten. Diese beiden Arten von Zahlungsinstituten wurden durch die PSD2 neu geschaffen.

Dass trotz der Bewerberzahl noch nicht mehr Firmen eine Erlaubnis erhalten haben, erklärt Jens Obermöller, Referatsleiter Zahlungsverkehr und Cybersicherheit bei der Bafin, im "Handelsblatt" unter anderem mit der mangelnden Erfahrung der Start-ups im Umgang mit der Aufsichtsbehörde: "Für die meisten Antragsteller geht es um ihre erste Eintrittskarte in die regulierte Finanzwelt." Wegen Nachfragen seiner Behörde und dem Warten auf Antworten gehe es häufig nur in kleinen Schritten voran. Ziel der PSD2 ist es, den Zahlungsverkehr in der EU für Verbraucher bequemer und sicherer zu machen und zugleich den Wettbewerb zu fördern. Sie ist auch der Grund, warum Onlinehändler für die Zahlung per Kreditkarte keine Extragebühr mehr verlangen dürfen. Vor einem Jahr wurde die Richtlinie in nationales Recht umgesetzt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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