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DIHK erwartet neuen Stellenrekord

Archivmeldung vom 02.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Marko Greitschus / pixelio.de
Bild: Marko Greitschus / pixelio.de

Die Nachfrage nach Arbeitskräften wird nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) trotz verhaltener Konjunkturentwicklung in den kommenden Monaten weiter steigen. Für das Gesamtjahr 2013 sei mit einem Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen um 250.000 Personen zu rechnen, schreibt die Dachorganisation der Kammern in einem der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vorab vorliegenden "DIHK-Konjunkturbulletin".

"Gegen Ende des Jahres dürften dann mehr als 42 Millionen Menschen erwerbstätig sein - eine neue Rekordmarke", heißt es in der Analyse, die am Montag veröffentlich werden soll. Sie stützt sich unter anderem auf eine Auswertung regionaler IHK-Konjunkturumfragen.

Im Durchschnitt des vergangenen Jahres waren in Deutschland 41,61 Millionen Menschen erwerbstätig gewesen. Für das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) rechnet DIHK für das laufende Jahr nur noch mit einem Wachstum von 0,3 Prozent. Er bewegt sich damit im unteren Bereich des Prognosespektrums der Forschungsinstitute. Für 2014 erwarte der DIHK ein Wachstum von "mindestens einem Prozent", heißt es in dem 18-seitigen Papier.

Der DIHK verweist auf anhaltende Unsicherheiten durch die Eurokrise und die Möglichkeit von Steuererhöhungen nach Bundestagswahl. "Die Frühindikatoren verbessern sich nur schrittweise", sagte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der F.A.Z. "Für das lange erwartete Platzen des Investitionsknotens reicht es noch nicht."

Für die vergleichsweise günstigere Entwicklung der Erwerbstätigkeit spricht laut DIHK die Furcht der Unternehmen vor Fachkräftemangel. "Viele Unternehmen sehen sich weiterhin mit personellen Engpässen konfrontiert und wollen sich Fachkräfte sichern", heißt es in dem Konjunkturbericht. Ein Großteil der neuen Stellen entstehe im Dienstleistungsbereich, in dem Teilzeitbeschäftigung eine besondere Rolle spiele. Deshalb wachse die Beschäftigung schneller als die Wirtschaft insgesamt.

DIHK: Weiterbildung im Trend

Trotz niedriger Arbeitslosigkeit bilden sich immer mehr Deutsche fort. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" unter Berufung auf den Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) meldet, haben im vergangenen Jahr 337.000 Menschen an DIHK- Weiterbildungen teilgenommen. Das waren das 10.000 mehr als 2011. Bislang hat das Interesse an solchen Maßnahmen mit der Zahl der Arbeitslosen abgenommen.

DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sagte "Focus": "Wir stellen eine Trendumkehr fest. Das Motiv, Arbeitslosigkeit zu verhindern, relativiert sich weiter." Seit 2010 registriert der DIHK jährlich eine steigende Zahl von Teilnehmern bei den Schulungen. "Die Arbeitnehmer bilden sich weiter, um in ihrem Beruf auf der Höhe der Zeit zu bleiben und Karriere zu machen", so Wansleben. "Und die Unternehmen fordern und fördern die Fortbildung ihrer Belegschaft noch stärker mit dem Ziel der Fachkräftesicherung."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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