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Steuerexperte kritisiert strenges Vorgehen gegen vermeintliche Steuerhinterzieher

Archivmeldung vom 19.06.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.06.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Steuerberater Peter Lüdemann hält das strenge Vorgehen der deutschen Behörden gegen vermeintliche Steuerhinterzieher für überzogen. "Der Staat hat seinen Bürgern den Krieg erklärt", sagte das Vorstandsmitglied der Beratungsgesellschaft Ecovis im Gespräch mit der Verbraucherzeitschrift "Guter Rat".

In den Finanzämtern herrsche ein Klima des Misstrauens. Derzeit würden so viele Strafverfahren wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung eröffnet wie nie zuvor. "Die Finanzbeamten werden von den Staatsanwälten darauf hingewiesen, dass, wenn sie Unregelmäßigkeiten nicht melden, sie Strafvereitelung im Amt begehen und ihrerseits ein Strafverfahren an den Hals kriegen. Wir haben zurzeit eine Einleitungswelle sondergleichen."

Tatsächlich seien die Deutschen zum größten Teil ehrliche Steuerzahler, sagte Lüdemann. Die Debatte über prominente Steuerhinterzieher werde nicht objektiv, sondern hysterisch geführt. "Ich halte es für ein Märchen, dass jeder trickst, nur weil er es vermeintlich kann."

Viel häufiger würden im "Dickicht von Vorschriften" des Steuerrechts schlicht Fehler gemacht. "Das Problem ist: Sobald das Finanzamt meint, hinter dem Fehler stünde so etwas wie Systematik, reden Sie heute sofort mit dem Staatsanwalt." Ecovis ist eine der weltweit größten Gesellschaften für Steuerberatung.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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