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SEB-Bank schießt Deutschland-Filialen ab

Archivmeldung vom 14.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
SEB-Bank zieht unter deutsches Filialgeschäft einen Schlussstrich. Bild: seb-bank.de
SEB-Bank zieht unter deutsches Filialgeschäft einen Schlussstrich. Bild: seb-bank.de

Nach monatelangen Marktgerüchten hat der schwedische Finanzriese Skandinaviska Enskilda Banken (SEB) offiziell die Trennung von seinen deutschen Filialen bekannt gegeben. Wie das Unternehmen heute, Freitag, mitgeteilt hat, führe man schon Gespräche mit ersten Interessenten über den Verkauf des Filialgeschäfts in der Bundesrepublik. Obwohl man Namen ausspart, soll neben UniCredit-Tochter HVB auch Santander involviert sein.

"Für die Filialen hat man im Retail-Bereich scheinbar keine Verwendung mehr. Zudem war bereits abzusehen, dass an einem Verkauf mittelfristig kein Weg vorbei führt", unterstreicht Branchenfachmann Heino Ruland vom gleichnamigen Research-Unternehmen auf Nachfrage von pressetext. Dem Marktbeobachter nach sind die kolportierten Offertensummen in ihren Größenordnungen "vollkommen angemessen und so in Ordnung".

Der eigenen Angaben zufolge bestehende "Dialog mit externen Partnern über eine mögliche Übernahme" wurde bereits von der HypoVereinsbank und der spanischen Santander bestätigt. Zudem wurde bekannt, dass beide Interessenten inzwischen verbindliche Übernahmeofferten gemacht haben. Während die Deutschen für die rund 170 Filialen 450 Mio. Euro bieten, hieß es bei Santander nach Informationen vom April, man wolle mehr als 500 Mio. Euro ausgeben.

Verkauf wegen zu geringer Erträge

Als Hauptgrund für den finalen Schlussstrich unter das Geschäft in Deutschland gibt SEB an, dass das Filialgeschäft "zu geringe Erträge" abwirft, um profitabel zu wirtschaften. Weil dies bereits mehrfach bei Bilanzpressekonferenzen erklärt worden war, sehen sich Brancheninsider nun mit ihrer Vorahnung des endgültigen Abstoßens bestätigt. Der Verkauf hat Auswirkungen auf die 3.700 Mitarbeiter, die über eine Mio. deutsche Privat- sowie Firmenkunden betreuen.

Trotz der aktuellen Verkaufspläne will sich die SEB aber nicht vollständig aus dem deutschen Markt zurückziehen. Das schwedische Unternehmen, das neben dem Private-Banking auch im Geschäft mit Firmen- und Immobilienkunden tätig ist, erachtet den deutschen Markt weiterhin als bedeutsam. Aus dem Grund wolle man das Firmenkundengeschäft weiter ausbauen. "Dem potenziellen Käufer geht es vor allem um die SEB-Kunden", erläutert Ruland abschließend.

Quelle: pressetext.deutschland Florian Fügemann

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