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Verdi-Chef Bsirske sieht Chancen für Tarifabschluss bei 50 zu 50

Archivmeldung vom 31.03.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.03.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Frank Bsirske Bild: Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Frank Bsirske Bild: Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Die Gewerkschaft Verdi geht zuversichtlich in die heute anstehende, dritte Verhandlungsrunde über einen neuen Tarifvertrag für die öffentlich Bediensteten von Bund und Kommunen. "Ich gehe davon aus, dass das Signal der Warnstreiks bei den Arbeitgebern angekommen ist und wir zu einem guten Abschluss kommen", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske der "Saarbrücker Zeitung". "Nach den jüngsten Arbeitgeber-Aussagen sehe ich die Chancen dafür bei 50 zu 50".

Für den Fall einer weiteren Hängepartie rechnet Bsirske mit der Anrufung der Schlichtung. "Wobei die Schlichtung durch externe Experten natürlich keine Gewähr bietet, dass am Ende eine Einigung steht", sagte der Gewerkschafter. "Ein großer Arbeitskampf ist dann nicht ausgeschlossen", meinte Bsirske. Da sei noch viel "Zuspitzung" drin.

Zugleich sprach sich Bsirske gegen ein von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) geplantes Gesetz zur Tarifeinheit aus. Damit will die Große Koalition das Prinzip festschreiben, wonach nur die Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern in einem Unternehmen Tarifverträge abschließen darf. In der Vorwoche war auch die Lufthansa von den Verdi-Streiks betroffen gewesen. In dieser Woche sollen nach dem Willen der Pilotenvereinigung Cockpit die Lufthansa-Piloten in den Ausstand treten. "Die Tatsache, dass Verdi die Mehrheit der gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten im Lufthansa-Konzern stellt, kann nicht dazu führen, die Pilotenvereinigung Cockpit kalt zu stellen", sagte Bsirske. Verdi lehne eine Einschränkung des Streikrechts ab. "Deshalb stehen wir auch der Gesetzesinitiative, wie sie Frau Nahles plant, kritisch und ablehnend gegenüber".

Quelle: Saarbrücker Zeitung (ots)

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