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EU-Neuwagenmarkt gerät 2018 ins Stottern

Archivmeldung vom 17.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Neuwagen: Absatz gegen Ende 2018 eingebrochen.
Neuwagen: Absatz gegen Ende 2018 eingebrochen.

Bild: pixabay.com, Didgeman

Die Zulassungen für Neuwagen in der EU sind im Dezember 2018 um acht Prozent zurückgegangen. Im Gesamtjahr ergibt sich damit zwar immer noch ein Mini-Plus von 0,1 Prozent. Der EU-Neuwagenmarkt stagniert mittelfristig jedoch, wie die "Automotive Analyse 1/2019" der Beratungsgesellschaft EY ergeben hat.

Rückgang in Großbritannien

Während der Absatzmarkt in den ersten drei Quartalen des Jahres noch um knapp drei Prozent gewachsen war, brachen die Neuwagenverkäufe im vierten Quartal um sieben Prozent ein. Auch in Österreich zeigt der Trend nach unten: Im Gesamtjahr sanken die Neuzulassungen um drei Prozent, im Dezember hingegen um 25 Prozent.

Von den großen Märkten lagen im Jahr 2018 nur noch Spanien, die Niederlande (jeweils plus sieben Prozent) und Polen (plus zehn Prozent) deutlich im Aufwärtstrend. Die stärksten Rückgänge verzeichneten Großbritannien, nicht zuletzt durch das Chaos rund um den Brexit, und Schweden, wo die Neuzulassungen jeweils um sieben Prozent zurückgingen.

Politik und Konjunktur belasten

"Nach wie vor steht bei einigen Marken nur ein eingeschränktes Angebot zertifizierter und lieferbarer Modelle zu Verfügung - mit entsprechenden Folgen für den Absatz", kommentiert Gerhard Schwartz, Partner bei EY Österreich, die Lage. Betroffen sind derzeit vor allem Renault (minus 22 Prozent im Dezember), Audi (minus 18 Prozent) und Porsche (minus 15 Prozent).

"Das Jahr ging mit etlichen schlechten Nachrichten zu Ende: In Großbritannien sorgt der nahende Brexit für erhebliche Verunsicherung, in Frankreich dämpfen die Gelbwesten-Proteste die eigentlich gute Konsumlaune. Zudem bremsen der amerikanisch-chinesische Handelsstreit und die deutlich schwächere chinesische Konjunktur die weltweite Wirtschaftsentwicklung", skizziert Schwartz die politischen und konjunkturellen Bedingungen.

Ein harter Brexit hätte erhebliche wirtschaftliche Verwerfungen zur Folge und würde dem Fachmann zufolge auch den Neuwagenmarkt treffen. "Ohnehin läuft die Konjunktur längst nicht mehr so rund wie noch vor einem halben Jahr. Vor diesem Hintergrund wäre ein Neuwagenabsatz auf Vorjahresniveau schon eine sehr gute Nachricht", meint Schwartz.

E-Autos bleiben überschaubar

Während die Renaissance des Diesels vorbei scheint, hat der Absatz von Elektrofahrzeugen 2018 in den Top-5-Märkten um 37 Prozent, in Österreich hingegen nur um 24 Prozent zugenommen. Der Marktanteil stieg trotz des deutlichen Wachstums in den Top-5-Märkten nur von 0,7 auf 0,9 Prozent, in Österreich hingegen von 1,5 auf zwei Prozent. Insgesamt wurden 2018 in den fünf größten Absatzmärkten gut 100.000 Elektroautos neu zugelassen - bei einem Gesamtmarkt von 11,2 Mio. Neuwagen.

Von den sieben von EY analysierten Absatzmärkten (Top-5 sowie Österreich und Schweiz) weist Österreich mit zwei Prozent den höchsten Marktanteil von Elektrofahrzeugen auf, während in Italien nur 0,3 Prozent der Neuwagen rein elektrisch fahren. "Trotz beeindruckender Wachstumsraten bleiben die absoluten Absatzzahlen überschaubar. Das wird sich auch 2019 nicht grundlegend ändern. Der Durchbruch steht also weiter aus", sagt Schwartz abschließend.

Quelle: www.pressetext.com/Florian Fügemann

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