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Handwerk kann 20.000 Lehrplätze nicht besetzen

Archivmeldung vom 17.08.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.08.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: SPÖ Landtagsklub / pixelio.de
Bild: SPÖ Landtagsklub / pixelio.de

Nach der Prognose von Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer werden die Handwerksbetriebe in diesem Jahr rund 20.000 Lehrplätze nicht besetzen können. "Zum Stichtag 30. September werden - trotz unserer Bemühungen und unseres Werbens - voraussichtlich um die 20.000 Plätze unbesetzt sein", sagte Wollseifer der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

"Obwohl es gelungen ist, die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von Januar bis Juli 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als vier Prozent zu steigern, gibt es derzeit immer noch rund 30.000 offene Ausbildungsplätze", sagte Wollseifer. In den kommenden Wochen würden noch viele neue Ausbildungsverträge unterzeichnet. Doch insgesamt leide das Handwerk unter fehlendem Nachwuchs. "Jugendliche, die noch auf der Suche sind, kann ich nur ermuntern: Schaut Euch im Handwerk um, da ist bestimmt etwas für Euch dabei. In eine Ausbildung könnt Ihr auch jetzt noch immer starten", sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Auch der Fachkräftemangel macht dem Handwerk angesichts voller Auftragsbücher zu schaffen.

"In allen Bau- und Ausbaugewerken müssen Kunden momentan bis zu zwölf Wochen warten, bis ein Handwerker kommt", sagte Wollseifer. "Wir suchen händeringend Fachkräfte, in der nächsten Zeit werden wir die aber kaum bekommen, weil zu wenige in den vergangenen Jahren eine berufspraktische Ausbildung gemacht haben, stattdessen lieber an die Uni gegangen sind", so der ZDH-Chef. "Die Folgen spüren wir jetzt." Dabei biete das Handwerk überproportional Ausbildungsplätze an.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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