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Vielen Pharmakonzernen ist Datenschutz total egal

Archivmeldung vom 01.03.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.03.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Newsletter: Konzerne müssen nachbessern. Bild: pixelio.de, Thorben Wengert
Newsletter: Konzerne müssen nachbessern. Bild: pixelio.de, Thorben Wengert

Die Mehrheit der Pharmakonzerne missachtet den Datenschutz rigoros, wenn es um den direkten Kundendialog geht. Das hat eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung absolit ergeben. Obwohl 90 Prozent der untersuchten Firmen einen Newsletter-Service anbieten, weisen die Mailings erhebliche Mängel in Bezug auf Rechtssicherheit und Qualität auf.

Für die Erhebung wurden 166 Unternehmen der Gesundheitsbranche anhand von über 40 Einzelkriterien hinsichtlich der Qualität ihres E-Mail- und Newsletter-Marketings untersucht. Versandapotheken lassen Krankenversicherungen und Pharmakonzerne weit hinter sich. Besonders der Umgang von Pharmaunternehmen mit den Kundendaten ist erschreckend. 66 Prozent der Konzerne verlangen bei der Anmeldung zum Newsletter mehr Daten von ihren Kunden als erlaubt. Dieser Wert liegt 23 Prozentpunkte über dem Durchschnitt aller Branchen.

"Die Zahlen sind schockierend. Hier müssen die Unternehmen der Gesundheitsbranche dringend handeln, wenn sie ihre Kunden nicht verlieren wollen", kritisiert Studienautor Torsten Schwarz die Praxis vieler der untersuchten Unternehmen gegenüber pressetext. Bei der Nutzung dieser Daten würden Abonnenten zudem nur allzu oft im Unklaren gelassen: Knapp 40 Prozent der Konzerne weisen bei der Newsletter-Anmeldung nicht darauf hin, wie und in welchem Umfang die persönlichen Informationen verwendet werden, erläutert der Experte.

Kein rechtssicheres Impressum

Auch wenn die sogenannte Willkommens-Mail nach einer Anmeldung fester Bestandteil jedes E-Mail-Marketing-Repertoires sein sollte, wird in 36 Prozent der Fälle auf diese Möglichkeit zur Kontaktaufnahme verzichtet. Die Firmen dagegen, welche eine Begrüßungs-Mail versenden, gehen sehr offenherzig mit der Kennzeichnungspflicht um. Demzufolge haben 80 Prozent der Unternehmen kein vollständiges und damit rechtssicheres Impressum, 40 Prozent verzichten gar komplett darauf. Damit riskieren die Konzerne teure Abmahnungen und ihre Reputation.

Obwohl viele Firmen im Gesundheitssektor aktiv E-Mail-Marketing betreiben, lässt die Qualität dessen oft zu wünschen übrig. Während Versandapotheken mit nutzerfreundlichem Anmeldeprozess und guten E-Mails glänzen, gehören Arzneiunternehmen zu den Nachzüglern. Dies ist vor allem der Adressgewinnung geschuldet: Bei der Hälfte dieser Firmen muss aktiv auf der Website nach der Newsletter-Anmeldung gesucht werden.

Dabei ist die Adressgewinnung mit durchschnittlich 42 Prozent eigentlich die Stärke der Branche. Mit diesem Wert kann sie es locker mit Banken oder Energieversorgern aufnehmen und liegt sogar knapp hinter dem Versandhandel. Erschreckend ist jedoch, dass fast 30 Prozent der untersuchten Firmen nach erfolgreicher Adressgewinnung der Kunden auch nach über drei Monaten mit dem Newsletter auf sich warten lassen.

Quelle: www.pressetext.com/Florian Fügemann

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