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ZEW-Konjunkturerwartungen gehen leicht zurück

Archivmeldung vom 15.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann/Hans Braxmeier / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann/Hans Braxmeier / pixelio.de

Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren haben sich im Oktober geringfügig verschlechtert: Der entsprechende Index sank von -22,5 Zählern im September auf nun -22,8 Punkte. Das teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mit.

Der Indikator befindet sich damit weiterhin deutlich unterhalb seines langfristigen Durchschnitts von 21,4 Punkten. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland verschlechterte sich erneut. Sie beträgt aktuell -25,3 Punkte, 5,4 Punkte weniger als im Vormonat. Dies ist der niedrigste Wert seit April 2010. Die Erwartungen der Finanzmarktexperten an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone sanken um 1,1 Punkte auf einen neuen Wert von -23,5 Zählern. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Eurogebiet sank deutlich. Der aktuelle Wert der Lageeinschätzung beträgt -26,4 Punkte und liegt damit 10,8 Punkte unterhalb des Wertes vom Vormonat. Auch die Einschätzungen zur Inflationsentwicklung im Eurogebiet gingen deutlich zurück. Der Inflationsindikator sank um 8,5 Punkte auf einen Stand von 1,0 Punkten.

"Der leichte Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen sowie des Lageindikators zeigt, dass die Finanzexperten und -expertinnen nach wie vor von einer sich weiter verschlechternden Konjunktur in Deutschland ausgehen", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die jüngst erzielte Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China scheine derzeit nicht zu einer Verringerung der Konjunkturskepsis zu führen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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