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Werbegeld-Kollaps: Twitter will Bezahl-Abos

Archivmeldung vom 25.07.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.07.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Twitter: Konzern will Bezahl-Abos umsetzen.
Twitter: Konzern will Bezahl-Abos umsetzen.

Bild: unsplash.com, MORAN

Der Mikroblogging-Dienst Twitter erwägt aufgrund einbrechender Werbeeinnahmen künftig auf Bezahl-Abonnements als neue Einnahmequelle zu setzen. Laut Twitter-CEO Jack Dorsey werden User schon in diesem Jahr erste Tests für neue Monetarisierungs-Möglichkeiten auf der Plattform sehen.

Keine Werbung mehr sehen

"Wir erforschen momentan potenzielle Möglichkeiten neben unserem Werbegeschäft, was Abonnements und andere Maßnahmen beinhalten kann. Allerdings befinden wir uns noch in einer frühen Phase, wir erwarten uns dadurch im Jahr 2020 noch keine Einnahmen", heißt es von Twitter. Laut "Engadget" könnten Nutzer im Zuge des Abonnements dafür zahlen, keine Anzeigen mehr sehen zu müssen.

Twitter hat in der Coronavirus-Krise einen massiven Zuwachs an Anwendern verzeichnet. Zwischen April und Juni waren täglich durchschnittlich 186 Mio. aktive User auf der Plattform unterwegs. Das bedeutet eine Steigerung von 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dennoch machte das Unternehmen einen Umsatzverlust von 124 Mio. Dollar, weil Anzeigenkunden in der Krise zurückhaltender waren.

Hohe Messlatte bei Services

Wegen der anhaltenden schlechten Geschäftszahlen will Twitter neue Möglichkeiten erforschen. Dorsey zufolge hat der Konzern eine hohe Messlatte für die Services, für die er von Kunden Geld verlangt. "Wir wollen sicherstellen, dass jede neue Einnahmequelle komplementär zu unserem Anzeigengeschäft abläuft", zitiert "CNN" den Twitter-CEO.

Der Ruf von Twitter bei Anwendern und Werbepartnern hat erst in der vergangenen Woche aufgrund eines Hacker-Angriffs schweren Schaden erlitten. Die Attacke betraf die Accounts von 130 Prominenten, darunter der ehemalige US-Präsident Barack Obama und der aktuelle demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden. Von diesen Konten aus sendeten die Hacker eine Nachricht, laut der alle Bitcoins, die an eine bestimmte Adresse wandern, doppelt zurückkommen. Die Betrüger konnten mit diesem Hack etwa 350 Mio. User kontaktieren.

Quelle: www.pressetext.com/Georg Haas

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